"Fenster auf, zack Hundewetter: Nieselregen quer rein, Wind wie Rasierklinge. Ich wollte raus, aber der Hund macht kehrt und parkt sich wieder aufs Kissen."
"Mitte Juni steh ich im T-Shirt vorm Kiosk und zitter wie Espenlaub. Kumpel so: Schafskälte, Bruder. Fünf Minuten später kauf ich mir ’ne Jacke und der Grill bleibt aus."
"In der Konferenz: Irgendwas Großes? Fehlanzeige, Sauregurkenzeit. Also schreibt Tim ernsthaft ’nen Aufmacher, weil in Buxtehude ’ne Ente den Zebrastreifen blockiert."
"Sommerloch pur: In Buxtehude hat ein Eichhörnchen den Stromkasten geknackt, jetzt sitzt die halbe Stadt im Dunkeln. Und das ist ernsthaft die Titelstory."
"Am Bodensee zeigt Lisa aufs Rot am Horizont und sagt schau wie schön, Tom antwortet sofort Morgenrot, Schlechtwetter droht. Also zack, Grill einpacken, bevor uns der Regen wegbügelt am Nachmittag."
"Hab mir übel Winterspeck angefuttert. Wie viel denn? Drei Kilo. Digga, das ist kein Winterspeck, das sind Weihnachtsplätzchen im Mehrfamilienpack, direkt auf Hüfte eingezogen."
"Im Büro wird gewichtelt: Paket auf, alle starren. Ich zieh schon wieder ’ne Tasse, Kevin bekommt Einhorn-Socken. Chefin nickt: Voll süß. Ich: Ja, läuft."
"Der Sturm ist der angegorene Traubenmost im Herbst. Süß, gefährlich und macht müde. Man trinkt ihn beim Heurigen und merkt erst nach drei Gläsern, dass der Sturm einen gestürmt hat. Beispiel. Drei Sturm, dann habe ich die Bedienung geduzt und den Tisch geküsst. Der Klassiker."
"Im Städtle brüllt einer Zwiebelkuchen-Saison, zack stehen alle beim Bäcker. Lauwarmes Stück, ordentlich Speck, dazu a Viertele Neier. Ohne Speck? Bisch du deppert?"
"Mit dem Herbstkatzerl bezeichnet man oft eine Person, die im Herbst geboren ist und ironischerweise darauf abzielt zu sagen, dass diese immungeschwächt ist oder viele Allergien hat. Ein Beispuelsatz wäre: Der niest so viel, der ist ein richtiges Herbstkatzerl."
"Nach drei Absagen meint Kevin: Da ist noch ein Silberstreif am Horizont. Zehn Minuten später klingelt das Handy: Vorstellungsgespräch. Zack, Hoffnung wieder da."
"Die beiden frisch Verlobten schweben gerade auf Wolke sieben."
Stimmen des Volkes
Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.