Chuchichäschtli
Heisst ganz banal Küchenkästchen, klingt aber wie der Endgegner im Schweizerdeutsch-Game. Das Wort wird gern als Aussprache-Test rausgehauen, weil sich Nicht-Eingeweihte an den vielen ch und sch komplett verknoten. Kommt aus Chuchi (Küche) und Chäschtli, dem Diminutiv von Chaste, also Kasten. Wenn du das locker raushaust, gibts fast schon Respektpunkte an der Bar.
Grüezi
Grüezi ist der freundliche Standardgruß in der Deutschschweiz. Den hörst du im Laden, im Tram, im Lift oder wenn du höflich irgendwo reinkommst. Klingt sauber, respektvoll und ganz leicht nach sprachlichem Händedruck. Mit Grüezi mitenand grüßt du direkt die ganze Runde. Wer in der Schweiz gar nichts sagt, wirkt schnell ein bisschen frostig oder halt nicht von hier.
Znüni
Znüni ist die klassische Schweizer Pause-Zwischenmahlzeit am Vormittag, meist so um neun. Das Wort kommt von zu nüni, also zur Neun-Uhr-Zeit. In Büros, auf Baustellen und in der Schule wird dann schnell ein Weggli, Gipfeli oder ein Apfel verdrückt, gern mit Kafi. Schwester im Geiste ist das Zvieri am Nachmittag. Manchmal gibt’s sogar was Warmes, Hauptsache kurz durchschnaufen und wieder in den Takt kommen.
Gluschtig
Heisst so viel wie mega appetitlich oder verlockend. Wenn öppis gluschtig uusgseht, lauft der sofort s Wasser im Mund zäme, egal ob Torte, Döner oder es kalts Glacé. Meist redet mer übers Ässe, aber me cha au uf öppis gluschtig sii, also richtig Bock druf ha. In Zürich hörsch das ständig, vor allem bim Znüni.
Velo
Velo ist in der Deutschschweiz einfach das normale Wort für Fahrrad. Sagst du in Zürich, Bern oder Basel Fahrrad, klingst du sofort ein bisschen nach Besuch mit Stadtplan im Kopf. Das Wort ist komplett Alltag, null Spezialwitz. Man fährt mit em Velo zur Arbeit, stellt s Velo am Bahnhof ab und flucht, wenn s Velo grad wieder en Platte het.