Im Pott wird nicht lang gefackelt. Ruhrpott-Deutsch ist ehrlich, direkt und hat mehr Herz als jede Hochglanz-Broschüre. Hier sacht man wat man denkt, und dat is auch gut so.

Maloche

Harte Arbeit, echte Schufterei. Kommt aus dem Jiddischen und hat sich im Pott so eingebürgert, dass es quasi zum Grundwortschatz gehört. Wer malocht, der arbeitet nicht nur, der schuftet.

"— Wat machsse? — Maloche, wie immer. Die Schicht geht bis sechs."

Hömma

Kurzform von "Hör mal". Im Ruhrpott die Standard-Einleitung, wenn jemand dir etwas Wichtiges erzählen will. Oder auch etwas komplett Unwichtiges, is egal.

"— Hömma, dat kannze so nich machen! — Wieso nich? — Weil dat einfach nich geht, darum!"

Bude

Die Wohnung, das Zuhause, die eigenen vier Wände. Im Pott ist die Bude heilig. Komm rein, Schuhe aus, Bierchen auf, willkommen in meiner Bude.

"— Kommste nachher noch mit zu mir inne Bude? — Klar, ich bring Bier mit."

Pott

Das Ruhrgebiet selbst. Der Kohlenpott, der Pott, eine Region mit mehr Herz als Hochöfen. Wer aus dem Pott kommt, sagt das mit Stolz.

"— Wo kommste her? — Aussem Pott! Gelsenkirchen, kennste? — Klar, Schalke! — Genau, leider."

Büdchen

Der Kiosk, die Trinkhalle, die Bude am Eck. Im Ruhrgebiet ist das Büdchen der soziale Mittelpunkt. Hier gibt es alles: Kippen, Bier, Brötchen und die neuesten Nachrichten aus der Nachbarschaft.

"— Ich geh schnell zum Büdchen. — Bring mir ne Fanta mit! — Und mir ne Zeitung!"

Sone

So eine/so ein. Im Pott wird zusammengezogen, was zusammengehört. Sone Sache, sonen Typ, sone Nummer, alles klar.

"— Sone Frechheit! — Was is passiert? — Sonen Typ hat mir den Parkplatz weggeschnappt!"

Bochumer Jansen

Die Trinkhalle nebenan, der Kiosk am Eck, wo der Jansen arbeitet, meistens heißt er aber gar nicht Jansen, es ist einfach ein Sammelbegriff für den Büdchen-Betreiber.

"— Ich geh schnell zum Jansen. — Welchen Jansen? — Na, den mit den günstigen Kippen."

Grieche

Der Grieche um die Ecke, das Restaurant, nicht die Person. Im Pott geht man "zum Griechen" und bestellt Gyros. Jede Straße hat mindestens einen.

"— Gehen wir zum Griechen? — Immer! Ich nehm den Gyrosteller. Wie immer."

Masel

Glück. Kommt aus dem Jiddischen (Mazel) und hat sich im Pott eingebürgert. Masel haben heißt Glück haben, und das braucht man hier manchmal.

"— Masel gehabt! Der Ball war nur Zentimeter daneben. — Ja, dat war Masel pur!"

Bömskes

Bonbons, Süßigkeiten. Im Pott bekommt man Bömskes beim Büdchen. Die ultimative Kindheitserinnerung aus dem Ruhrgebiet.

"— Haste noch Bömskes? — Ja, Nimm 2 oder Kaubonbon? — Beides! — Dat is aber gierig!"

Knäppchen

Endstück des Brotes, der Kanten, das Knüstchen. Im Pott heißt es Knäppchen, und es gibt leidenschaftliche Diskussionen darüber, ob das Knäppchen das Beste oder das Schlimmste am Brot ist.

"— Ich will das Knäppchen! — Nee, das Knäppchen ist meins! — Wir teilen! — Ein Knäppchen teilt man nicht!"

Waschecht

Echt, original, authentisch. Ein waschechter Pottler ist in Dortmund, Essen oder Bochum geboren. Alles andere ist Imitat.

"— Bist du waschecht ausm Pott? — Na klar! Gelsenkirchen, dritte Generation! — Respekt!"

Düppen

Töpfe. Im Pott heißen Töpfe Düppen. Wenn die Mama mit den Düppen klappert, gibt es gleich Essen.

"— Hol mal die Düppen raus! — Welche? — Die großen! Wir kochen Eintopf für alle."
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