Wienerisch ist ein Lebensgefühl: ein bissl grantig, ein bissl charmant, und immer mit einem Schmäh auf den Lippen. Hier wird nicht geredet, hier wird gschmust, grantelt und Kaffee getrunken.

Leiwand

Super, geil, fantastisch, auf Wienerisch. Wenn etwas leiwand ist, dann ist es wirklich top. Das Wort kommt eigentlich von "Leinwand", aber frag nicht warum.

"— Wie war das Konzert? — Oida, total leiwand! Die Band hat echt abgerissen."

Oida

DAS österreichische Universalwort. Drückt Erstaunen, Wut, Freude, Frust und Bewunderung aus, je nach Betonung. Oida, das musst du einfach können.

"— Oida, hast du das grad gesehen?! — Ja oida! Oida oida oida..."

Schmäh

Der Wiener Schmäh ist Humor, Ironie und Charme in einem Paket. Es ist diese typisch wienerische Art, Dinge so zu sagen, dass du erst drei Sekunden später merkst, ob es ein Kompliment oder eine Beleidigung war.

"— Der Kaffee hier ist so gut wie in Italien! — Na, jetzt übertreib mal net. Aber danke für den Schmäh."

Beisl

Die Wiener Kneipe, das gemütliche Eck-Lokal. Im Beisl gibt es Schnitzel, Spritzer und Geschichten, die man besser nicht weitererzählt. Jeder Wiener hat sein Stamm-Beisl.

"— Treffen wir uns im Beisl um die Ecke? — Klar, beim Wirt mit dem Schnurrbart. Ich bin um sieben da."

Hawara

Kumpel, Freund, Spezl. Der Hawara ist dein Verbündeter, dein Wingman, dein Partner in Crime, natürlich nur für legale Sachen. Meistens.

"— Kennst du den drüben? — Klar, des is mein Hawara aus der Schule. Bester Mann."

Spritzer

Weißwein mit Mineralwasser, das Wiener Sommergetränk. Wird literweise im Heurigen getrunken und macht die Welt ein bisschen weicher und schöner. Ein Spritzer geht immer.

"— Was trinkst? — An Spritzer, was sonst. — Um elf Uhr vormittags? — Ja und? Is Sommer."

Achterl

Ein Achtel Liter Wein. Die kleinste bestellbare Einheit in Wien, wird aber selten bei einem Achterl belassen. Meistens werden es mindestens drei.

"— Nur ein Achterl, ich muss morgen früh raus. — Das sagst du jedes Mal. Und dann werden's fünf."

Strizzi

Ein kleiner Ganove, ein charmanter Schlitzohr, ein Schlawiner. In Wien ist der Strizzi nicht wirklich böse, er ist einfach clever und nutzt jede Gelegenheit.

"— Der hat mir drei Euro zu viel abgeknöpft! — Ja, der is halt ein Strizzi, der Kellner."

Heuriger

Ein Wirtshaus, in dem der Winzer seinen eigenen Wein ausschenkt. Der Heurige ist Wiener Kultur pur: Wein, Brettljause und gute Gesellschaft unter Kastanienbäumen.

"— Gehen wir heut zum Heurigen? — Ja, unbedingt! Beim Mayer am Pfarrplatz, den mag ich."

Motschkern

Meckern, nörgeln, sich beschweren, aber auf die typisch wienerische Art. Ein Wiener motschkert nicht aggressiv, sondern mit einer gewissen Eleganz und Resignation.

"— Hör auf zu motschkern! — Ich motschker nicht, ich stelle lediglich fest, dass alles schlecht ist."

Schnitzel

DAS Wiener Schnitzel, vom Kalb, in Butterschmalz ausgebacken, flach wie ein Teller und mit Preiselbeeren serviert. Wer Tunke draufmacht, wird aus Wien verbannt.

"— Einmal Wiener Schnitzel bitte. Mit Tunke. — RAUS! ...Kleiner Scherz. Aber wirklich: ohne Tunke."

Gspusi

Eine Liebelei, eine Affäre, ein heimliches Techtelmechtel. In Wien hat man kein Verhältnis, man hat ein Gspusi. Klingt auch viel charmanter.

"— Ich hab gehört, der Franz hat ein neues Gspusi. — Schon wieder? Der hat mehr Gspusis als Hemden."

Brettljause

Kalte Platte auf einem Holzbrett: Schinken, Käse, Aufstriche, Essiggurkerl, Brot. Die Brettljause ist beim Heurigen das, was man bestellt, einfach immer.

"— Eine Brettljause für zwei bitte! — Mit Liptauer? — Was ist das ohne Liptauer? Natürlich!"

Drahdiwaberl

Ein Kreisel, ein Wirbelwind, und auch jemand, der immer in Bewegung ist und sich nicht entscheiden kann. Herrlich wienerisch.

"— Die Chefin ist heute wieder ein Drahdiwaberl. — Ja, mal will sie das, mal will sie das. Dreht sich im Kreis."

Gfrast

Ein ungezogenes Kind, ein kleiner Störenfried. In Wien ist ein Gfrast aber auch irgendwie liebenswert, so wie alles, was ein bisschen nervt.

"— Das Gfrast hat schon wieder die Blumen ausgezupft! — Ja, aber guck wie süß er dabei schaut!"

Schmusen

Kuscheln, zärtlich sein, liebkosen. In Wien wird geschmust, was das Zeug hält, und das nicht nur mit dem Partner, sondern auch mit dem Katzl.

"— Die zwei schmusen ja schon wieder! — Lass sie doch, ist doch süß."

Bsoffene Gschicht

Eine verrückte Geschichte, die man sich betrunken erzählt hat, oder die so absurd klingt, als wäre man betrunken gewesen. Typisch für Beisl-Abende.

"— Gestern hat mir einer erzählt, er hat die Kaiserin Sisi gesehen. — Oida, was für a bsoffene Gschicht!"

Zwider

Nervend, lästig, widerlich. Wenn etwas in Wien zwider ist, geht es einem auf die Nerven. Der wienerische Weg, Unmut auszudrücken, mit Eleganz.

"— Des Wetter is ma so zwider! — Ja, es regnet scho seit drei Tag. — Zwider is des."

Schnitzeljagd

Kein echtes Wiener Schnitzel wird gejagt, es ist ein Geländespiel für Kinder. Aber in Wien klingt alles besser, wenn Schnitzel drin vorkommt.

"— Die Kinder machen eine Schnitzeljagd im Park! — Schnitzel? Wo? — Nein, nicht ZUM Essen, eine JAGD!"

Baba

Tschüss, Auf Wiedersehen. Wienerisch-kindlich und trotzdem von Erwachsenen benutzt. Baba und Bussi, die wienerische Standard-Verabschiedung am Telefon.

"— Baba, Bussi! — Baba! Und vergiss nicht, die Semmeln mitzubringen! — Mach ich, baba!"

Schlawiner

Ein gerissener Typ, ein charmanter Schlingel. Der Wiener Schlawiner ist nie wirklich böse, er ist nur schlauer als alle anderen. Oder glaubt es zumindest.

"— Der hat schon wieder den besten Platz im Lokal ergattert! — So ein Schlawiner!"
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