Stimmen von der Straße

Kunzo · Wien
"Ein Gfrast ist ein schlimmes Kind oder ein hinterlistiger Mensch, aber meistens lieb gemeint. Es ist dieses Grinsen, das sagt, ich hab was angestellt, aber du kannst mir nicht böse sein. Beispiel, der kleine Gfrast hat mir ein Kaugummi ins Haarschopf gepickt und dann grinst wie ein Honigkuchenpferd."

Was es bedeutet

Gfrast ist ein deftiges Dialektwort für ein ungezogenes Kind, einen Lausbuben oder generell wen, der ständig Blödsinn macht. Gesagt wird’s meistens mit Augenrollen, aber oft schwingt ein bisserl Zuneigung mit, weil das kleine Monster halt auch Charme hat. Kann auch für Erwachsene als Schimpfwort taugen, wenn jemand richtig lästig ist.

Verwendungsbeispiele

"— Geh, des Gfrast hat scho wieder die Topfpflanzen ruiniert! — Lass eam, Oida, der Bua grinst dabei so frech, da kannst ned lang bös sein."
"Das Gfrast hat schon wieder die Blumentöpfe umgeräumt, aber bei dem frechen Grinsen kann ihm einfach niemand lange böse sein."
"Du bist so ein Gfrast, erst versteckst den Hausschlüssel und dann schaust ganz unschuldig daher."
"Heast, des kleine Gfrast hat dem Opa die Fernbedienung verzaht und lacht sich noch deppert drüber."
"So a Gfrast, jetzt hat die Kleine dem Hund a Schleiferl umbunden und tut, als wär nix g'wesn."

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Tonfall
Liebevoll Abwertend

Woher es kommt

Deftiges Dialektwort aus Bayern und Österreich für ein ungezogenes Kind oder einen Lausbuben. Gesagt mit Augenrollen, schwingt fast immer ein bisschen Zuneigung mit, weil das kleine Monster eben auch Charme hat.

Andere Arten, es zu sagen

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