Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Fesch heißt hübsch, geschniegelt, gut angezogen und einfach angenehm zum Anschauen. Das sagt man oft über Leute, aber genauso über Kleidung oder den ganzen Auftritt. Ein fesches Dirndl, ein fescher Bua, a fesche Frisur. Klingt meistens charmant, ein bissl flirtig und oft auch nach ehrlicher Anerkennung für wen, der sich sauber rausgeputzt hat.
Verwendungsbeispiele
"— Schau dir die im Dirndl an, gell. — Freilich, die is fesch, da fällt ma fast des Bier aus da Hand, so a fesches Madl."
"Im neuen Anzug zur Hochzeit sah der Bruder so fesch aus, dass sogar die Großtante pfiff und ihn zweimal um die eigene Achse drehen ließ."
"Hast den neuen Kellner gsehen? Schon a bisserl fesch, da bestellt ma fast aus Versehen noch a zweites Achterl."
"Die Jacke is echt fesch, ned übertrieben geschniegelt, aber genau so, dass ma merkt, du hast Stil und ka Augenkrebs im Kastl."
"Boah, der Mantel steht da richtig fesch, ned auf geschniegelt geschniegelt, sondern genau auf lässig mit Klasse."
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Woher es kommt
Fesch kommt sehr wahrscheinlich aus dem Jiddischen bzw. Rotwelschen Umfeld und hängt mit Wörtern für geschniegelt, ordentlich und ansehnlich zusammen. Im Österreichischen und Bairischen hat sich das dann breit festgesetzt. Heute sagt man damit locker, dass jemand oder etwas hübsch, geschniegelt und einfach gut hergemacht wirkt.
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