Zwischen Bergen und Mozartkugeln hat sich ein eigener Sound entwickelt. Salzburgerisch ist gemütlich, melodisch und klingt so, als hätte jemand Bayerisch durch die Alpen geschickt.

Fetzen
Kunzo · Österreich
"Der Fetzen ist das Taschentuch, aber auch ein Schlag ins Gesicht. Einen Fetzen kriegen, heißt geschlagen werden. Im Alltag meist harmlos. Beispiel, er hat gemeint, er zahlt das Bier. Dann hat er gesagt, er hat sein Geld vergessen. Ich habe ihm fast einen Fetzen gegeben. Und dann habe ich doch gelacht."
Baba
Joshua · Deutschland
"Baba heißt sowas wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Ich geh so aus einem kleinen Laden raus, wink noch kurz zur Verkäuferin und denk mir nur, ja passt, baba. Kurz, freundlich und fertig."
Selch
Kunzo · Wien
"Selch oder Gsölchtes ist geräuchertes Fleisch, meistens vom Schwein. Selchkarree oder Selchfleisch schmeckt nach Rauch und Heimat. Beispiel: Beim Heurigen gibt es ein Selchfleisch mit Kraut und Knödel. Der Teller ist so voll, dass du den Tisch nicht mehr siehst. Der Hawara sagt, das ist ein Haxn, kein Teller."
Mehlspeis
Kunzo · Wien
"Mehlspeis mit kurzem i ist dasselbe wie Mehlspeise, aber noch wienerischer. Alles Süße aus dem Ofen. Aufläufe, Strudel, Knödel. Beispiel: Bei der Oma gab es am Sonntag eine Mehlspeis. Du hast erst die Suppe essen müssen, dann das Schnitzel und dann endlich den Kaiserschmarrn. Das war ein Geduldsspiel."
Hutscher
Kunzo · Wien
"Der Hutscher ist der Schnuller fürs Baby. Wienerisch klingt einfach niedlicher. Schnuller ist zu technisch. Hutscher ist Liebe. Beispiel: Das Baby hat den Hutscher verloren. Die ganze Bude hat gesucht. Am Ende ist er unterm Sitz gelegen. Das Baby hat geschrien wie ein Schlosshund."

Selch

Selch oder Gsölchtes ist geräuchertes Fleisch, meistens vom Schwein.

"„Beim Heurigen nehm i a Selchfleisch mit Kraut und Knödel, des schmeckt gscheit nach Rauch.“"

Mehlspeis

„Mehlspeis“ ist die wienerische Kurzform von „Mehlspeise“ und meint süße Speisen wie Strudel, Knödel oder Aufläufe.

"„Bei der Oma gibt’s am Sonntag a Mehlspeis, aber zuerst Suppe und Schnitzel, dann erst den Kaiserschmarrn.“"

Hutscher

Hutscher ist Wienerisch für den Schnuller vom Baby.

"„Oida, wo is da Hutscher hin?“, fragt’s die Mama, „ohne den schreit’s Kleine glei wie a Schlosshund.“"

Fetzen

In Österreich ist ein Fetzen ganz schlicht ein Lappen oder Taschentuch. Dazu gibt's noch die Redewendung einen Fetzen kriegen, und die meint eine angedrohte oder verpasste Ohrfeige, oft eher halb im Spaß gesagt als wirklich brutal.

"Er hat groß geredet, er zahlt das Bier, und dann hat er sein Geld „vergessen“. I hätt ihm fast an Fetzen gebn, hab dann aber nur glacht."

Baba

Heißt so viel wie Tschüss oder Auf Wiedersehen, meist locker und ein bisserl kindlich, aber Erwachsene in Wien sagen’s auch ohne Scham. Oft kommt gleich ein Bussi hinterher, vor allem am Telefon oder beim schnellen Abtauchen aus dem Kaffeehaus. Klingt weich, freundlich und endgültig genug, dass alle wissen: Gespräch is aus.

"— Baba, bussi, i bin glei in da U-Bahn. — Passt, Oida, nimm a paar Semmerln vom Bäcker unten mit. — Sicher, baba!"

Stimmen des Volkes

Theorie ist ja schön und gut... aber was uns Magikitos richtig abgeht, ist die Leute aus Salzburg in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen typischen Ausdruck von dort kennst, nimm sie im Studio auf mit einem echten Beispiel. Wir fügen ihn zu den Stimmen deiner Gegend hinzu!

Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme
Dein Warenkorb: 0,00 €