Stimmen von der Straße

Kunzo · Österreich
"Der Fetzen ist das Taschentuch, aber auch ein Schlag ins Gesicht. Einen Fetzen kriegen, heißt geschlagen werden. Im Alltag meist harmlos. Beispiel, er hat gemeint, er zahlt das Bier. Dann hat er gesagt, er hat sein Geld vergessen. Ich habe ihm fast einen Fetzen gegeben. Und dann habe ich doch gelacht."

Was es bedeutet

In Österreich ist ein Fetzen ganz schlicht ein Lappen oder Taschentuch. Dazu gibt's noch die Redewendung einen Fetzen kriegen, und die meint eine angedrohte oder verpasste Ohrfeige, oft eher halb im Spaß gesagt als wirklich brutal.

Verwendungsbeispiele

"Er hat groß geredet, er zahlt das Bier, und dann hat er sein Geld „vergessen“. I hätt ihm fast an Fetzen gebn, hab dann aber nur glacht."
"Wennst so weitertust, fangst gleich einen Fetzen, hat die Oma früher immer gesagt."
"Gib mir mal den Fetzen da, ich wisch schnell den Tisch ab, bevor die Gäste kommen."
"Heast, reich ma kurz den Fetzen rüber, mir rinnt scho wieder der Kaffee über die Hand."
"Wenn der Bua noch einmal so frech grinst, kriegt er glei an Fetzen, hat der Onkel gescherzt."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Frech Witzig Jugendlich

Woher es kommt

In Österreich ist der Fetzen erst mal der Lappen oder das Taschentuch. Aus dem Bild vom hingeworfenen Lappen wurde einen Fetzen kriegen die angedrohte Ohrfeige.

Andere Arten, es zu sagen

Editoren dieses Begriffs

Deine Stimme zählt

Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.

Dein Warenkorb: 0,00 €