Stimmen von der Straße
"Selch oder Gsölchtes ist geräuchertes Fleisch, meistens vom Schwein. Selchkarree oder Selchfleisch schmeckt nach Rauch und Heimat. Beispiel: Beim Heurigen gibt es ein Selchfleisch mit Kraut und Knödel. Der Teller ist so voll, dass du den Tisch nicht mehr siehst. Der Hawara sagt, das ist ein Haxn, kein Teller."
Was es bedeutet
Selch oder Gsölchtes ist geräuchertes Fleisch, meistens vom Schwein.
Verwendungsbeispiele
"„Beim Heurigen nehm i a Selchfleisch mit Kraut und Knödel, des schmeckt gscheit nach Rauch.“"
"Beim Heurigen am Nußberg hab i ma a Brot mit Selch und Kren genommen, dazu an gspritzten Veltliner, des is Wien pur."
"Mei Opa schneidt s Selch immer in dünne Scheiben am Sonntag und legt zwei aufs Wurstbrot vom Enkerl, ohne dass wer was sagen muss."
"Heit gibt's Erdäpfelschmarrn und a Stück Selch dazu, dann is die Kuchl wieder auf Wohlfühlbetrieb."
"Nimm no a bissl Selch zum Kren, des braucht an gscheiten Biss und koa Diätg'sicht."
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Woher es kommt
Selch gehört ins Österreichische und hängt am Verb selchen, also Fleisch oder anderes durch Räuchern haltbar machen. Das Wort ist alt und in Dialekten bis heute lebendig. Gsölchtes ist die naheliegende Ableitung dazu. Gemeint ist je nach Gegend das geräucherte Fleisch selbst oder auch ein konkretes Gericht damit.
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