Kölsch ist nicht nur ein Bier, sondern eine Sprache voller Lebensfreude. Hier wird geschunkelt, gebützt und jeder Jeck ist anders. Et kütt wie et kütt!
"Slangwort Abfuck bedeutet nervige Situation. Beispiel: der Stau, er war so ein Abfuck."
"Abfuck ist etwas richtig nerviges. Ich hatte eigentlich alles geplant, war pünktlich fertig und dann fällt einfach der Bus aus. Ich stehe da und denke mir nur, ey, was ist das jetzt für ein Abfuck?"
"Para machen. Sich Sorgen machen, Angst haben, nervös sein. Beispiel, wir waren unterwegs und er hat die ganze Zeit Para gemacht, weil er dachte, er hätte sein Portemonnaie verloren. Am Ende lag es die ganze Zeit in seiner Jackentasche."
Para machen
Heißt: sich unnötig Sorgen machen, nervös werden, innerlich Alarm schieben. Der Kopf malt schon Katastrophen, obwohl noch gar nix passiert ist. Klassiker, wenn jemand glaubt, was Wichtiges verloren zu haben, und am Ende war’s die ganze Zeit da.
Abfuck
Abfuck ist dieser nervige Alltagsmüll, der dir kurz den Stecker aus dem Vibe zieht. Nix Weltuntergang, aber genug, dass du innerlich mit den Augen rollst und denkst: Muss das jetzt echt sein? Bus weg, WLAN tot, Datei nicht gespeichert. Einfach so ein kleiner Stressbrocken mit Extra-Genervtheit.
Tünnes
Kommt von der berühmten Kölner Figur Tünnes, die zusammen mit Schäl das bekannteste Witzpaar der Stadt bildet. Tünnes ist der gutmütige, etwas tölpelhafte Typ, der zwar nicht der Hellste ist, aber das Herz am rechten Fleck hat. Wenn dich jemand als Tünnes bezeichnet, bist du eher ein sympathischer Tollpatsch als ein böswilliger Depp.
Bützjer
Bützjer ist im Kölschen ein kleines Küsschen, meistens herzlich und freundschaftlich auf die Wange. Das Ding gehört in Köln fest zum Karneval, wo es links, rechts und ganz ohne großes Tamtam verteilt wird, auch unter Leuten, die sich vorher noch nie gesehen haben. Da schwingt Nähe mit, aber nicht automatisch Flirt. Eher kölsche Wärme in Mini-Format.
Fisternöll
Fisternöll ist im Kölschen ein heimliches Techtelmechtel, also eine kleine Affäre oder Romanze, die besser unter der Decke bleiben soll. Das Wort klingt erstmal niedlich und jeck, kann aber ordentlich Drama nach sich ziehen, wenn aus dem Karnevalsgeknutsche plötzlich ein echtes Geheimnis mit Sprengkraft wird.