Schweizerdeutsch ist keine Mundart, das ist eine Lebenseinstellung. Hier wird nicht gesprochen, hier wird geschnurrt, gebrummt und gemurmelt, dass kein Deutscher ein Wort versteht. Von Züridütsch bis Walliserdütsch klingt jedes Tal anders, und genau das macht es so besonders.
"Mit dem Ausdruck 'es läuft' möchte man zum Ausdruck bringen, dass etwas in Ordnung geht und dass alles gut ist. Ein Beispielsatz wäre: Also ich kann mich nicht beschweren über meine derzeitige Situation. Es läuft."
"Läuft. Alles funktioniert gut. Es passt. Es geht voran. Beispiel. Ich habe endlich meinen Papierkram erledigt, die Küche aufgeräumt und sogar noch Zeit für einen Spaziergang gefunden. Da dachte ich mir nur, läuft. Heute bin ich irgendwie im richtigen Flow."
"Läuft bedeutet einfach, dass alles gut ist oder funktioniert. Ich treffe einen Kumpel nach langer Zeit und frage so, und wie läuft's bei dir? Und er meint, ey, ganz ehrlich, läuft. Neuer Job, neue Wohnung, alles entspannt. Man merkt direkt, wenn jemand zufrieden ist. So ohne großes Gerede, einfach läuft."
"Die Geldtasche ist besonders in Österreich der Ausdruck für die Geldbörse. Ein Beispielsatz wäre: "Oh, da habe ich meine Geldtasche wirklich vergessen.""
"Der Murl ist die Bezeichnung im Dialekt in Österreich für einen Motor. Ein Beispielsatz könnte sein: Schau mal da hinten im Lager, da haben wir noch so einen Murl."
"Slangwort schleimen bedeutet, sich bei jemandem einzuschmeicheln. Beispiel, er schleimt beim Chef, damit er die Lohnerhöhung kriegt."
"Slangword checken bedeutet etwas verstehen. Beispiel checkst du das in Mathe?"
Geldtasche
"Oh, da habe ich meine Geldtasche wirklich vergessen"
Murl
"Schau mal da hinten im Lager, da ham wir noch so einen Murl rumstehn."
Schleimen
"Der schleimt beim Chef rum, damit er mehr Kohle kriegt."
Checken
"Checkst du das in Mathe, oder brauchen wir kurz ’nen zweiten Anlauf?"
Es läuft
"„Und, wie läuft’s bei dir?“ „Ganz ehrlich, läuft. Neuer Job, neue Wohnung, alles entspannt.“"