Schwäbisch ist die Kunst, alles auf das Wesentliche zu reduzieren, außer beim Essen. Da wird bei Spätzle und Maultaschen nicht gespart. Schaffe, schaffe, Häusle baue!

Muggeseggele

Die kleinste schwäbische Maßeinheit. Wörtlich: das Geschlechtsteil einer Stubenfliege. Wird benutzt, wenn etwas nur ganz knapp war. Schwaben eben.

"— Der Ball war drin! — Noi, der war nur um a Muggeseggele daneben."

Maultasche

Die schwäbische Antwort auf Ravioli, nur besser. Gefüllte Teigtaschen, die angeblich erfunden wurden, um in der Fastenzeit Fleisch vor Gott zu verstecken. Schwäbische Schlitzohrigkeit!

"— Was gibt's heut zum Essen? — Maultascha mit Kartoffelsalat. — Perfekt, besser geht's net."

Gell

Das schwäbische "nicht wahr?". Wird an jeden Satz drangehängt, gell? Ist quasi die Rückversicherung, dass der Gegenüber noch zuhört. Gell, du hörst mir zu? Gell?

"— Des Wetter isch heut schee, gell? — Ja, gell! — Gell gell."

Käpsele

Ein Schlauberger, ein kleines Genie. Wird oft für Kinder benutzt, die besonders pfiffig sind. Typisch schwäbisch: effizient sogar beim Loben.

"— Der Kleine hat den Fernseher repariert! — So a Käpsele! Der wird mal was."

Spässle

Ein kleiner Spaß, ein Scherz. Und nein, nicht die Spätzle, obwohl die auch Spaß machen. Das Spässle ist der schwäbische Humor im Miniformat.

"— War nur a Spässle! — A Spässle? Ich hab mir fast in die Hose gemacht vor Schreck!"

Schoorschtaafeger

Schornsteinfeger. Ein Zungenbrecher, der selbst Schwaben ins Schwitzen bringt. Wenn du das aussprechen kannst, bist du offiziell ehrenschwäbisch.

"— Sag mal Schoorschtaafeger! — Schorscht... Schoorscht... Ach, Kaminkehrer! — Feigling!"

Butzemann

Ein Schreckgespenst, das schwarze Schaf, aber auch ein kleiner Bengel. In Schwaben wird der Butzemann gerne benutzt, um Kinder zur Räson zu bringen.

"— Wenn du net brav bisch, kommt der Butzemann! — Mama, das gibt's doch net. — Willst du's rausfinden?"

Fötzle

Ein kleiner Papierschnipsel, ein Fitzelchen. In Schwaben wird alles, was klein und unbedeutend ist, zum Fötzle. Auch Geldscheine, wenn sie klein genug sind.

"— Da liegt ein Fötzle auf dem Boden. — Wo? — Da, das kleine Papierle. — Ach das, ich seh's kaum."

Bäämele

Ein kleiner Baum, Bäumchen. Die schwäbische Verniedlichungsform ist eine Kunstform. Aus Baum wird Bäämele, aus Haus wird Häusle, aus Auto wird... naja, Aeuto.

"— Guck mol, a netts Bäämele! — Des isch koi Bäämele, des isch a Busch! — Für mich isch des a Bäämele."

Bschteck

Besteck. Die schwäbische Aussprache macht aus dem harten "e" ein verschlucktes "sch". Besonders schön: "Hosch dei Bschteck?", Hast du dein Besteck?

"— Wo isch mei Bschteck? — Im Schubfach, wo susch? — Ha, da hab i net guckt!"
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