Schwäbisch ist die Kunst, alles auf das Wesentliche zu reduzieren, außer beim Essen. Da wird bei Spätzle und Maultaschen nicht gespart. Schaffe, schaffe, Häusle baue!
Muggeseggele
Die kleinste schwäbische Maßeinheit. Wörtlich: das Geschlechtsteil einer Stubenfliege. Wird benutzt, wenn etwas nur ganz knapp war. Schwaben eben.
Maultasche
Die schwäbische Antwort auf Ravioli, nur besser. Gefüllte Teigtaschen, die angeblich erfunden wurden, um in der Fastenzeit Fleisch vor Gott zu verstecken. Schwäbische Schlitzohrigkeit!
Gell
Das schwäbische "nicht wahr?". Wird an jeden Satz drangehängt, gell? Ist quasi die Rückversicherung, dass der Gegenüber noch zuhört. Gell, du hörst mir zu? Gell?
Käpsele
Ein Schlauberger, ein kleines Genie. Wird oft für Kinder benutzt, die besonders pfiffig sind. Typisch schwäbisch: effizient sogar beim Loben.
Spässle
Ein kleiner Spaß, ein Scherz. Und nein, nicht die Spätzle, obwohl die auch Spaß machen. Das Spässle ist der schwäbische Humor im Miniformat.
Schoorschtaafeger
Schornsteinfeger. Ein Zungenbrecher, der selbst Schwaben ins Schwitzen bringt. Wenn du das aussprechen kannst, bist du offiziell ehrenschwäbisch.
Butzemann
Ein Schreckgespenst, das schwarze Schaf, aber auch ein kleiner Bengel. In Schwaben wird der Butzemann gerne benutzt, um Kinder zur Räson zu bringen.
Fötzle
Ein kleiner Papierschnipsel, ein Fitzelchen. In Schwaben wird alles, was klein und unbedeutend ist, zum Fötzle. Auch Geldscheine, wenn sie klein genug sind.
Bäämele
Ein kleiner Baum, Bäumchen. Die schwäbische Verniedlichungsform ist eine Kunstform. Aus Baum wird Bäämele, aus Haus wird Häusle, aus Auto wird... naja, Aeuto.
Bschteck
Besteck. Die schwäbische Aussprache macht aus dem harten "e" ein verschlucktes "sch". Besonders schön: "Hosch dei Bschteck?", Hast du dein Besteck?