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Was es bedeutet

Schoorschtaafeger ist schwäbisch für Schornsteinfeger. Das sagt man im Dialekt für den, der Kamin und Ofen rohrfrei hält und im Volksglauben auch noch a Portiönle Glück mitbringt. Das Wort taugt super als kleiner Schwäbisch-Härtetest. Wer’s sauber rausgrummelt, hat den Mund schon halb im Ländle wohnen.

Verwendungsbeispiele

"Beim Bäcker schwätzt dr Opa: Dr Schoorschtaafeger war do, jetzt isch dr Ofen wieder sauber, gell. I sag: Reschpekt, des Wort krieg i kaum raus."
"Der Schoorschtaafeger ist heute Vormittag gell durchs Dorf gezogen, hat dem Bäcker, der Friseurin und sogar dem Pizzaboten kurz die Hand geschüttelt, und der Kindergarten unten am Bach hat ihm ein Lied gesungen."
"Wenn am Neujahrsmorgen ein Schoorschtaafeger an der Haustür klingelt, freut sich die Oma so sehr, dass sie ihm einen ihrer letzten selbstgebackenen Springerle aus dem Backblech überreicht."
"I han erst beim dritten Versuch Schoorschtaafeger gscheit rauskriegt, vorher hat's klunge wie a verhedderte Brezel im Hals."
"Wenn dr Schoorschtaafeger durchs Viertel latscht, meint d' Oma glei: So, jetzt kommt wieder a bissle Glück ins Häusle."
Tonfall
Liebevoll Witzig
Wo man es sagt

Woher es kommt

Schoorschtaafeger ist einfach die schwäbische Lautform von Schornsteinfeger. Im Dialekt wird aus Schorn oft Schoor und aus stein so ein langgezogenes schtaa. Inhaltlich bleibt’s derselbe Beruf. Dass der Mann auch als Glücksbringer gilt, kommt aus alter Alltagserfahrung, weil saubere Kamine halt ganz handfest vor Ruß und Brand geschützt haben.

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