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Fetzle

"No, heb des Fetzle Papier vom Boda auf, des klebt glei am Schuah. Is halt bloß a Fetzle, aber d'Stuba soll sauber sei."

Gell

"— Heut isch's saukalt, gell? — Jo, und i han d'Schal vergesse. — Siehsch, i sag's doch, gell, ohni Mütze bisch glei krank."
Schafsäckel
Unbekannt · Schwaben
"Das Wort Schafsäckel bedeutet aus meiner Gegend nichts anderes als du Vollidiot quasi. Das ist ein anderer Begriff dafür jetzt als Beispiel. Mein Vater sagt zu mir, ich soll ihm den Akkuschrauber reichen. Ich reiche ihm aber dabei die Flex. Dann sagt er, Kevin, du Schafsäckel."
sich zum Horst machen
Hanna · Bayern
"Ich habe mich komplett zum Horst gemacht. Sich zum Horst machen bedeutet, dass man sich dumm verhält. Beispiel, ich habe heute etwas gesagt, das überhaupt keinen Sinn gemacht hat und alle haben mich komisch angeschaut."

Babbsack

"Der Horst is so ein Babbsack, der hat die ganze Nacht vom Eintracht-Spiel erzählt. Dabei war er gar net im Stadion, sondern im Wohnzimmer."

Äppelwoi

"— Ei, willste noch ’nen Schobbe Äppelwoi? — Jo, kipp nach. Aber mach’s sauer gespritzt, ich muss nachher noch mit der S‑Bahn heim."

Bemme

"Haste deine Bemme eingepackt? Na glor, mit Leberworscht und Gurge druff. Ohne Bemme geh isch doch net uff Arbeit, biste verrückt?"

Eiwei

"Die Müllern rollt schon wieder mit ’nem nagelneuen Auto an, und ich schieb mein Klapperfahrrad. Eiwei, die hat’s aber dicke, nu gugg der eene!"

Flöööte

"— Nu stell dir vor, die Mieten gehn schon wieder hoch. — Flöööte! Und ich hab grad erst umgezogen, nu wird’s ja richtig sportlich hier."

Gusche

"Halt deine Gusche, der Nachbar schläft schon! Du labberst seit ner Stunde über dei neues Fahrrad, der ganze Hof hat's schon gehört."

Hitsche

"Setz disch uff de Hitsche in de Ecke, ich hol dir en Kaffee. Ja, die wackelt e bissel, aber des hält schon. Bin isch ja auch nicht dran kaputtgeganga."

Karussell

"— Nu, fahr ins Karussell rein und nimm die zweite Ausfahrt, sonst drehste hier ewig. — Ich dreh schon die dritte Runde, wie im Freizeitpark."

Nischel

"Mir brummt der Nischel, gesdern zu viel Radeberger gehabt. Na, wenigstens war die Partie gut, das muss der Nischel jetzt aushalten."

Nu

"— Nu, kommste nu mit zum Bäcker oder bleibste hockn? — Nu. — Na gut, ich hol dir trotzdem ’n Eierschecke, sonst wird’s wieder Theater."

Potschamper

"— Nu, der Kevin hilft wieder nich mit und sitzt bloß da. — Lass, der is’n richtjer Potschamper: steht rum, stinkt und macht keenen Meter."

Schässlong

"— Setz disch nu ma uf die Schässlong, dor drüben am Fenster. — Hä, was’n des? — Na die Liege! — Ach so, die Chaiselongue, du Fuchs."

Sprieße

"— Gugg ma, die Gleene hat heit lauter Sprieße im Gesicht, voll Sonne mitjebracht. — Nu gloar, morgen braucht se keene Schminke mehr."

Sächsisch

"Nu, isch hab bloß een Bier bestellt, da sacht die Kellnerin gleich: Du redst ja voll Sächsisch, gelle. Isch: Na klaa, is meine Muttersprooch."
Du Kunde
Manu · Sachsen
"Du Kunde. Nicht wie aus dem Kaufhaus, sondern eher als freundlich gemeinte Beleidigung zu einem Freund. Beispiel. Du Kunde, was hast denn du schon wieder gemacht? Vorzugsweise zu finden im Sächsischen."

Du Kunde

"Du Kunde, erst verpeilst du den Schlüssel und dann stehst du mit zwei linken Schuhen vor der Tür, nu hör doch off mit dem Zirkus."

Jammerossi

"Beim Stammtisch meckert Ronny wieder über Westpreise und fehlende Jobs, und Jana grinst nur: Komm, Jammerossi, hol dir noch ’n Bier."

Stimmen des Volkes

Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.

Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme

Einen Moment: bestätige, dass du ein Mensch bist