Was es bedeutet
Meint die Nostalgie nach DDR-Alltag, nicht zwingend als Politik-Fanclub, eher als liebevolles Kichern über Dinge wie Ampelmännchen, Spreewaldgurken, Sandmännchen, Plaste und diese typische Wohnzimmertapete. Das Wort ist ein Mix aus Ost und Nostalgie und wird oft ironisch benutzt, wenn jemand beim Thema früher im Osten plötzlich glänzende Augen kriegt.
Verwendungsbeispiele
"Im Supermarkt greif ich automatisch zu Spreewaldgurken und Ampelmännchen-Socken. Jana grinst: Ostalgie? Ich: Nee, nur Vorräte. Sie: Klar, und der Broiler ist Forschung."
"Aus reiner Ostalgie hat er sich einen alten Trabant in die Garage gestellt."
"Die Ostalgie-Party war voller Spreewaldgurken und DDR-Schlager."
"Kaum lief das alte Sandmännchen im Fernsehen, war bei meiner Mutter sofort Ostalgie am Start und plötzlich wurden Broiler und Dederonbeutel wieder große Gefühle."
"Der hat nicht bloß Deko in der Wohnung, der betreibt gepflegte Ostalgie mit NVA-Lampe, Rotkäppchen-Sekt und einem Trabbi-Kalender aus der Vorzeit."
Woher es kommt
Ostalgie ist ein echtes Wortspiel aus Ost und Nostalgie. Populär wurde es in den 90ern nach der Wende, als viele Leute anfingen, sich mit DDR-Produkten, Alltagskram und Symbolen zu beschäftigen. Meist meint es keine politische Treueshow, sondern dieses schräge, warme Zurückgrinsen auf das, womit man damals gelebt hat.
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