Die Hauptstadt hat eine Schnauze, und die ist aus Gold. Berlinerisch ist direkt, frech und hat immer den letzten Spruch parat. Hier wird nicht um den heißen Brei geredet, hier wird Tacheles gequatscht.

Icke

Das Berliner Wort für "ich". Kurz, knackig und voller Selbstbewusstsein. Wenn ein Berliner "Icke" sagt, dann meint er das auch so, keine Bescheidenheit, keine Umwege.

"— Wer hat den letzten Pfannkuchen gegessen? — Icke natürlich, wer denn sonst?"

Kiez

Dein Viertel, deine Hood, dein Revier. Der Kiez ist nicht einfach eine Adresse, das ist Heimat. Jeder Berliner kennt seinen Kiez und verteidigt ihn wie eine Löwenmutter ihre Jungen.

"— Wo treffen wir uns? — Bei mir im Kiez, Ecke Schönhauser. Da is alles, wat man braucht."

Dit

Berlinerisch für "das". Kurz, knapp und mit dem typischen Berliner Charme, der jedes Hochdeutsch-Wort ein bisschen knautschiger macht.

"— Haste dit jesehen? Dit is ja der Wahnsinn! — Ja, dit kannste laut sagen."

Schnauze

Berliner Schnauze, das ist die berühmte direkte, freche Art der Berliner. Keine Hemmungen, kein Blatt vor dem Mund. Und wenn jemand sagt "Halt die Schnauze", dann meint er es auch so.

"— Du siehst heute aber müde aus! — Halt die Schnauze, ick hab bis vier jearbeitet."

Tacheles reden

Klartext sprechen, ohne Umschweife, direkt auf den Punkt. Kommt aus dem Jiddischen und gehört zur Berliner Mentalität wie das Curry zur Wurst.

"— Lass uns mal Tacheles reden: Dit Projekt is fürn Arsch. — Endlich sagt's mal einer."

Pfannkuchen

Was der Rest Deutschlands "Berliner" oder "Krapfen" nennt, heißt in Berlin Pfannkuchen. Ja, das gefüllte Gebäck. Und wehe, du nennst es anders, dann gibt's Ärger.

"— Ich hätte gern einen Berliner. — Dit heißt Pfannkuchen! — Aber... — PFANNKUCHEN!"

Poofen

Schlafen, pennen, ratzen. Ein wunderbar gemütliches Wort, das sich genauso anfühlt, wie es klingt. Poofen ist kein leichter Schlaf, das ist tiefes Wegdriften.

"— Wo is Sven? — Der pooft noch. Lass den mal, der hat bis vier jefeiert."

Flitzpiepe

Ein Dummkopf, ein Trottel, aber auf die nette Berliner Art. Eine Flitzpiepe ist nicht bösartig, nur ein bisschen daneben.

"— Du hast den Schlüssel im Auto gelassen? — Ja... — Mensch, du Flitzpiepe!"

Stulle

Das Butterbrot. In Berlin heißt es nicht Brot mit Aufschnitt, sondern Stulle. Manchmal auch Knifte. Die Schmalzstulle ist ein Berliner Klassiker.

"— Wat willste zum Frühstück? — Ne Stulle mit Käse reicht. — Einfach, aber jut."

Butterbirne

Weichei, Memme, Schlappschwanz. Wer in Berlin als Butterbirne bezeichnet wird, ist definitiv zu weich für die Hauptstadt.

"— Ich trau mich nicht vom Dreier zu springen. — Du Butterbirne! Dit is ja nur drei Meter!"

Hackfresse

Ein ziemlich hässliches Gesicht, oder ein ziemlich dummer Mensch. Klingt brutal, wird aber in Berlin auch liebevoll unter Freunden benutzt. Kontext ist alles.

"— Ey, du alte Hackfresse, wie geht's? — Gut, du Nase! Lange nicht jesehen!"

Isansen

Sehen, wahrnehmen, bemerken. Berlinerisch für "in die Augen fassen". Eine typisch berlinerische Wortschöpfung, die kein Wörterbuch kennt, aber jeder Berliner versteht.

"— Haste dit Anjebot im Supermarkt isanst? — Nee, zeig mal! — Bier für zwei Euro die Kiste!"

Göre

Ein freches Kind, ein kleines Biest. In Berlin kein Schimpfwort, sondern eher ein Kompliment. Berliner Göre sein heißt: schlagfertig, frech und unverwüstlich.

"— Die kleine Göre hat mich ausgelacht! — Willkommen in Berlin. Die Kinder sind hier direkt."

Jwd

Janz weit draußen. Berliner Abkürzung für alles, was nicht in der Innenstadt liegt. Brandenburg? Jwd. Marzahn? Für Kreuzberger auch jwd.

"— Wo wohnt die Sabine jetzt? — Jwd, irgendwo in Spandau. — Uff, das is ja am Ende der Welt."

Kippe

Zigarette. In Berlin wird nicht geraucht, da wird gekippt. Eine Kippe gehört zum Berliner Lebensgefühl wie die Spree zum Stadtbild.

"— Haste mal ne Kippe? — Seit wann rauchste? — Seit dit Wetter so mies is."

Hacke

Betrunken, besoffen, voll wie eine Haubitze. In Berlin ist man nicht betrunken, man ist hacke. Oder breit. Oder dicht. Berlin hat viele Worte dafür.

"— Gestern war ich so hacke. — Ick weiß, du hast im Park geschlafen."

Knorke

Prima, toll, super. Ein altberlinerisches Wort, das leider ausstirbt. Aber wer es benutzt, hat automatisch Stil. Knorke ist das Gegenteil von doof.

"— Wie findste meinen neuen Haarschnitt? — Knorke! Richtig knorke."

Kieken

Gucken, schauen. In Berlin kiekste aus dem Fenster, nicht guckst. Und wenn jemand sagt "Kiek mal!", dann solltest du hinschauen.

"— Kiek mal da drüben! — Wo? — Na da! Die haben Döner für zwei Euro! — Ick kiek ja schon!"

Tohuwabohu

Totales Chaos, komplettes Durcheinander. Kommt aus dem Hebräischen und hat sich über Berlin in den deutschen Wortschatz geschlichen. Typisch Berlin.

"— Wie sieht es hier denn aus? Tohuwabohu! — Dit is kein Chaos, dit is kreatives Arbeiten."

Krawallo

Jemand, der gerne Krawall macht, ein Unruhestifter. In Berlin gibt es davon einige, die Stadt wäre ohne ihre Krawallos nur halb so aufregend.

"— Der Nachbar ist wieder ein Krawallo, gestern Party bis vier. — Dit is Berlin, wat erwartest du?"

Jibbit

Gibt es. In Berlin jibbit fast alles, und was es nicht jibbit, das brauchste auch nicht. Die Berliner Logik.

"— Jibbit hier Cappuccino? — Nee, jibbit nicht. Nur Filterkaffee. — Na dann jibbit Filterkaffee."

Quetschkommode

Akkordeon. Typisch Berlin, ein sperriges Musikinstrument bekommt einen noch sperrigeren Spitznamen. Und trotzdem weiß jeder sofort, was gemeint ist.

"— Wer spielt denn da Quetschkommode? — Der Straßenmusiker. — Na, der kann's wenigstens!"
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