Was es bedeutet

Poofen heißt einfach schlafen, aber schön berlinisch weichgespült. Nicht geschniegelt schlafen, sondern richtig gemütlich wegdösen, tief im Kissenkosmos versacken. Sagt man oft, wenn noch jemand im Bett klebt, auf der Couch eingeratzt ist oder nach einer langen Nacht einfach nicht aus den Federn kommt. Klingt behaglich und genau so fühlt's sich auch an.

Verwendungsbeispiele

"— Ick klingel seit zehn Minuten. — Jib Ruhe, der Sven pooft noch. Gestern hat er bis vier jefeiert und liegt jetzt wie ’n Stein im Bett."
"Mein Bruder hat sich am Sonntagvormittag wieder ins Gästezimmer von Oma in Berlin-Pankow eingepoofen, mit zwei Kissen unterm Kopf und der Decke meines Großvaters bis zur Nasenspitze, und niemand hat ihn vor dem Mittagstisch gewagt zu wecken."
"Wenn der Onkel ans Wochenende kommt, poofen wir in der WG-Küche oft erst um halb drei in der Nacht ein, alle zusammen auf dem Boden mit Decken, weil die Diskussion über die Spreequellen einfach zu spannend wird, um aufzuhören."
"Heute wird nicht mehr groß diskutiert, ich poof mich jetzt weg. Akku leer, Birne aus, Feierabend im Bett."
"Nach dem Brunch hat Tarek sich auf die Couch gelegt und war nach zwei Minuten komplett am Poofen. Nicht mal der Lieferdienst hat den wachgekriegt."

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Tonfall
Liebevoll Witzig Jugendlich

Woher es kommt

Poofen geht zurück auf das niederdeutsche Substantiv Puff, das im Sinn von gepolsterter Sitz oder Kissen bereits im siebzehnten Jahrhundert in den Berliner Vorstädten verbreitet war. Aus der Vorstellung des weichen, einladenden Sitzmöbels entwickelte sich im Berliner Dialekt das Verb poofen für sich auf etwas Bequemes legen und schlafen. Die Bedeutung ist von Puff im moralischen Sinn deutlich abzugrenzen, da die zwei Begriffe trotz gleicher Schreibweise unterschiedliche etymologische Wege durchlaufen haben, und niemand verwechselt sie heute im Berliner Stadtgespräch.

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