Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Hudln heißt: was schlampig, hektisch, halb fertig machen, weil man’s pressiert und der Kopf schon beim nächsten Ding is. Oft kommt gleich die Ermahnung dazu: ned hudeln, also mach’s gscheit und mit Ruhe. Ein Wort wie ein erhobener Augenbrauen-Blick von jemandem, der’s schon tausendmal gesehen hat.
Verwendungsbeispiele
"Er hat die Präsentation so ghudelt, da war Comic Sans drin und a Rechtschreibfehler pro Zeile. Der Chef war kurz vorm Explodieren."
"Ned hudeln, hat der Opa immer gesagt beim Werkeln in der Garage, sonst landet die Schraube schief und im Frühjahr fällt dir das Dachfenster auf den Kopf."
"Die Tortenglasur hat sie wieder ghudelt, die ganze Schoko liegt am Boden vom Kuchenteller und die Schwiegermutter macht ein Gesicht wie drei Kreuze hintereinander."
"Jetzt hudel ned so beim Zusammenbauen, sonst bleibt am Schluss wieder a Schraube übrig und keiner will's gewesen sein."
"Die haben den Umzug komplett ghudelt, Kisten ohne Beschriftung, Teller bei den Schuhen, reines Chaos mit Beinen."
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Woher es kommt
Hudln ist einfach die dialektale Kurzform von hudeln, vor allem im Bairischen und Österreichischen. Das Wort ist schon länger belegt und meint etwas hastig, unsauber oder schlampig runterreißen. Es hängt etymologisch mit Hader und Hudel zusammen, also mit Lumpen oder Fetzen, aus diesem Bild vom schnellen Wischen kam dann das Pfuschige im Wort.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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