Was es bedeutet
Kippe ist das schnelle Wort für Zigarette, oft auch für den letzten Stummel, der vorm Späti noch glimmt. Du fragst nach ner Kippe, wenn der Kaffee schon alle ist und die Pause dringend Luft braucht. Klingt lässig, bisschen ruppig, und passt zu Kneipe, U-Bahn-Ausgang und Balkonraucher-Momenten. Nicht hübsch, aber ehrlich, und jeder weiß sofort, was gemeint ist.
Verwendungsbeispiele
"Hast du eine Kippe, fragt der Kumpel an der U-Bahn-Treppe in Berlin-Friedrichshain. Klar, aber nur eine, die Packung ist fast leer, antworte ich und ziehe das Päckchen aus der Jacke. Danke, ich brauch was zum Warten an der Haltestelle, sagt er."
"Vor dem Späti am Kotti wartet die ganze Nachbarschaft auf den siebenundzwanziger Bus mit einer Kippe in der Hand, das Feuer geht von Hand zu Hand und niemand muss zweimal nach dem Feuerzeug fragen am späten Abend."
"Mein Onkel rollt seit fünfundzwanzig Jahren seine eigenen Kippen am Küchentisch, Tabak, Filter, Papier auf einem Brett ausgelegt, und schimpft jedes Mal über die Preise im Supermarkt um die Ecke beim Erstellen der nächsten Wochenration."
"Ich geh nur kurz runter zum Späti, brauch Kippen und irgendwas Kaltes gegen diesen Montagsfilm im Kopf."
"Haste mal 'ne Kippe, Bruder? Meine letzte ist vor der Tür draufgegangen und der Abend fühlt sich grad extra lang an."
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Woher es kommt
Aus dem norddeutschen Kippe, eigentlich der schmale Rand oder das Kippen, hat die Bedeutung Zigarette ihren Weg gefunden über die kurzen Stummel, die in den Aschenbechern auf der Kippe lagen und immer drohten herunterzufallen. Berliner Schnauze und Hamburger Hafenarbeiter haben das Wort verbreitet, und heute lebt es zwischen Späti, Bahnsteig und Balkon ohne Konkurrenz im Vokabular.
Andere Arten, es zu sagen
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