Der Hafen, die Elbe und ein trockener Humor, der so tief sitzt wie die Anker im Wasser. In Hamburg redet man nicht viel, aber wenn, dann sitzt jedes Wort. Moin!
"Slangwort besoffen bedeutet betrunken sein. Beispiel, gestern war ich wieder komplett besoffen."
"Slangwort Abfuck bedeutet nervige Situation. Beispiel: der Stau, er war so ein Abfuck."
"Abfuck ist etwas richtig nerviges. Ich hatte eigentlich alles geplant, war pünktlich fertig und dann fällt einfach der Bus aus. Ich stehe da und denke mir nur, ey, was ist das jetzt für ein Abfuck?"
"Slangwort Digger ist ein anderes Wort für Kumpel, Freund. Beispiel, Digger, was machst du heute Abend?"
"Den Begriff Digga nutzt man, um Kumpel zu sagen, zum Beispiel, hey Digga, wie geht's dir heute?"
"Digga ist einfach ein Wort für Freund oder Bro. Zum Beispiel, Digga, ich steh gestern an der Bahn komplett im Regen und der Zug kommt einfach nicht. Ich ruf dich an und du so, chill mal Digga, der kommt gleich, safe. Kam natürlich nicht. Klassiker"
"Hallo Alter, kennt ihr das Wort Matschepampe? Mein Kumpel hat heute Kartoffeln mit Fleisch gemacht und Zucchini, aber es war alles total die Matschepampe, Alter, und wir fressen es jetzt gerade und es sieht total matschepampig aus. Ja, eine leckere Matschepampe haben wir heute gefressen."
Besoffen
Heißt betrunken, und zwar meist deutlich, nicht nur angeheitert. Wer besoffen ist, lallt, schwankt und fasst Entschlüsse, die er am Morgen bereut. Derber und ehrlicher als angetrunken, ganz ohne Beschönigung. Norddeutsch gefärbt, aber überall verstanden.
Matschepampe
Matschepampe ist alles, was beim Essen zu einer weichen, leicht chaotischen Einheitsmasse zerfällt. Sieht oft nicht gerade geschniegelt aus, lässt sich aber prima weglöffeln. Das sagt man meist liebevoll-ironisch, wenn etwas ziemlich vermanscht ist und trotzdem irgendwie lecker, sättigend oder einfach gemütlich rüberkommt.
Abfuck
Abfuck ist dieser nervige Alltagsmüll, der dir kurz den Stecker aus dem Vibe zieht. Nix Weltuntergang, aber genug, dass du innerlich mit den Augen rollst und denkst: Muss das jetzt echt sein? Bus weg, WLAN tot, Datei nicht gespeichert. Einfach so ein kleiner Stressbrocken mit Extra-Genervtheit.
Digger
Heißt so viel wie Kumpel, Bro, Alter, eine lockere Anrede unter Freunden. Kommt ursprünglich von Dicker, hat aber null mit Körpergewicht zu tun, das ist eher verbale Schulterklopf-Zuneigung. Typisch norddeutscher Sound, oft auch als Digga geschrieben. Passt für Smalltalk, Ansagen, Mini-Stress oder einfach, um Nähe zu markieren.
Digga
Digga ist die Allzweck-Anrede für Kumpel, Bruder oder einfach irgendwen, den du gerade anschnackst. Je nach Ton kann’s herzlich sein oder leicht genervt, so wie ein verbales Schulterklopfen. Der Ausdruck gilt als Ableitung von Dicker und wurde besonders durch Hamburger Straßensprache und Hip-Hop groß. Heute hörst du’s überall in Deutschland, vor allem bei Jüngeren, manchmal auch ironisch von Älteren, im Chat genauso wie auf der Straße.