Der Hafen, die Elbe und ein trockener Humor, der so tief sitzt wie die Anker im Wasser. In Hamburg redet man nicht viel, aber wenn, dann sitzt jedes Wort. Moin!
Moin
Die norddeutsche Universal-Begrüßung. Morgens, mittags, abends, egal. Ein Moin reicht. Zwei Moin sind schon verdächtig viel Gerede.
Schietwetter
Mistwetter, Sauwetter, Dreckswetter. Im Norden regnet es gefühlt 300 Tage im Jahr, und dafür braucht man ein eigenes Wort. Schietwetter ist Ehrensache.
Moin Moin
Die erweiterte Version von Moin. Achtung: Im echten Norden gilt Moin Moin als Geschwätz. Ein simples Moin reicht. Wer Moin Moin sagt, ist verdächtig redselig.
Schnacken
Reden, plaudern, klönen. Im Norden wird geschnackt, und zwar am liebsten über Wind, Wetter und Fisch. Ein guter Schnack kann Stunden dauern und endet oft im Schweigen. Auch gut.
Digger
Die Hamburger Urform von Digga. Bedeutet "Dicker" und ist eine freundschaftliche Anrede. Hat nichts mit dem Gewicht zu tun, es ist pure Zuneigung.
Labskaus
Ein Seemanns-Gericht aus Corned Beef, Kartoffeln, Roter Bete und Spiegelei. Sieht furchtbar aus, schmeckt fantastisch. Wer es nicht probiert, ist kein echter Hamburger.
Macker
Typ, Kerl, Anführer. Ein Macker ist jemand, der weiß wo es langgeht, oder der zumindest so tut. Im Hafen gab es früher den Obermacker. Heute reicht einfach Macker.
Wat mutt, dat mutt
Was muss, das muss. Norddeutscher Stoizismus in vier Worten. Wenn etwas getan werden muss, dann tut man es, ohne Jammern.
Anpansen
Jemanden anrempeln, anraunzen, anmachen. In Hamburg wird nicht rumgeeiert, wenn dich jemand anpanst, dann weißt du Bescheid.
Kuddelmuddel
Durcheinander, Chaos, Wirrwarr. Norddeutsch-gemütlich für eine Situation, die komplett aus dem Ruder gelaufen ist.
Schmuddel
Schmutzig, dreckig, regnerisch. Schmuddelwetter ist in Hamburg quasi Standard. Wer Schmuddel nicht mag, sollte nicht nach Hamburg ziehen.