Stimmen von der Straße
"Jo, was geht ab? Wollen wir mal ein bisschen schnacken? Kommst du rum? Ich hab da mal so ein bisschen was, über das ich mit dir reden müsste. Naja, du weißt schon. Kommst du mal kurz rüber? Bisschen schnacken"
Was es bedeutet
Schnacken heißt locker reden, ein bisschen klönen, oft ganz ohne großes Ziel. Das Wort ist vor allem im Norden zu Hause und hat genau diesen gemütlichen Sound von Moin, Kaffee und noch mal eben stehen bleiben. Man schnackt beim Bäcker, an der Haltestelle oder vorm Kiosk, und zack sind aus fünf Minuten plötzlich fünfzig geworden.
Verwendungsbeispiele
"— Moin, komm kurz rüber, wir müssen mal schnacken wegen morgen. — Jo, aber nur fix, sonst verpass ich die Bahn nach Altona."
"Beim Bäcker an der Ecke haben wir so lange über das Wetter und die Nachbarn geschnackt, dass die Brötchen schon fast kalt waren."
"Wir wollten eigentlich nur kurz vor'm Späti schnacken, und auf einmal war's dunkel und der halbe Abend weg."
"Komm nach Feierabend noch mit raus, wir schnacken 'ne Runde am Wasser und gucken, was der Tag noch übrig hat."
"Wir wollten nur zwei Minuten vor der Haustür schnacken, und plötzlich war der Kaffee kalt und der Abend halb durch."
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Woher es kommt
Schnacken kommt aus dem Niederdeutschen. Da steckt ein altes norddeutsches Verb für reden, plaudern, sich locker austauschen drin. Im Norden ist das Wort seit Ewigkeiten zuhause und längst fest im Alltagsdeutsch verankert. Es meint kein großes Diskutieren, eher dieses entspannte Moin-und-dann-bleibt-man-doch-noch-da-Gerede.
Andere Arten, es zu sagen
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