Was es bedeutet
Kuddelmuddel heißt schlicht Chaos mit Kuschelpulli an. Alles liegt kreuz und quer, nix greift sauber ineinander und der Überblick hat längst die Flatter gemacht. Sagt man bei unordentlichen Zimmern, verkorksten Abläufen oder Plänen, die völlig zerfasern. Klingt norddeutsch und leicht knuffig, darum wirkt das Wort oft wie Meckern mit halbem Grinsen statt mit voller Drama-Keule.
Verwendungsbeispiele
"— Ey, hier ist ja Kuddelmuddel: Kabel, Zettel, Kaffeebecher. — Lass liegen, Bruder, ich find da alles. Wenn ich aufräume, bin ich verloren."
"In der Schublade herrscht so ein Kuddelmuddel, dass ich nie was wiederfinde."
"Auf meinem Handy ist komplettes Kuddelmuddel, fünf offene Chats, drei Screenshots vom Fahrplan und null Plan, wem ich schon geantwortet hab."
"Wir wollten nur kurz den Umzug planen und am Ende war's ein Kuddelmuddel aus Sprachnachrichten, Pizzawünschen und keiner wusste mehr, wer den Transporter bucht."
"Mein Schreibtisch ist heute pures Kuddelmuddel, aber wehe, du räumst da was weg, dann find ich erst recht nix mehr."
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Woher es kommt
Kuddelmuddel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt. Das Wort gehört zu diesen lautmalerisch verspielten Doppelbildungen, bei denen Klang fast schon die halbe Bedeutung trägt. Eine eindeutig gesicherte Herkunft der Einzelteile gibt’s nicht. Gerade dieses rumpelige Reim-Gewusel macht aber den Charme und das Chaosgefühl aus.
Andere Arten, es zu sagen
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