Berndeutsch ist die gemütlichste Art, Deutsch zu sprechen. Hier hat niemand Stress, nicht mal die Sprache. Alles wird etwas langsamer, weicher und mit viel "ou" und "äu" gesprochen.

Läck du mir
Marcel · Schweiz
"Läck du mir. Ausdruck für Staunen, Überraschung oder Unglauben. Beispiel, mein Kollege hat mir erzählt, dass er in einer Woche drei Prüfungen bestanden hat. Und ich habe nur gesagt, Läck du mir, weil ich nicht mal weiß, wie er das täglich geschafft hat."
Zmittag
Marcel · Schweiz
"Zmittag. Beispiel, ein Kollege hat mich gefragt, ob ich mit ihm Zmittag essen will und ich habe sofort zugesagt, weil ich wusste, dass er immer die besten Spots kennt, die man als Nicht-Schweizer nie finden würde."
Bünzli
Marcel · Schweiz
"Bünzli. Überkorrekter, spießiger Mensch. Beispiel, wir haben im Park Musik gehört und sofort kam ein richtiger Bünzli vorbei, der uns erklärt hat, dass die Lautstärke zwei Dezibel zu hoch sei. Ich wusste nicht mal, dass man sowas hören kann."
Grüezi mitenand
Marcel · Zürich
"Grüezi mitenand! Freundlicher Schweizer Gruß für Gruppen. Beispiel: Ich bin in Zürich in den Laden rein und die Verkäuferin hat mich mit einem herzlichen Grüezi mitenand begrüßt, obwohl ich allein war. Dieser Vibe war so freundlich, dass ich mich direkt gefühlt habe, als wäre ich in einer kleinen Dorfgemeinschaft gelandet."

Bescherung

"Bescherung" ist erst mal die Geschenkverteilung an Weihnachten. Im echten Straßenbetrieb hüpft das Wort aber oft ironisch durchs Gespräch, wenn irgendwas schön chaotisch, nervig oder unerquicklich gelandet ist. Dann meint man nicht Glitzer und Schleife, sondern eher: super, jetzt haben wir den Salat und zwar mit extra Konfetti des Schreckens.

"Na toll, jetzt ist der Server wieder abgestürzt. Schöne Bescherung."

Läck du mir

Schweizer Ausruf für den Moment, wenn dir kurz alles entgleist: staunend, ungläubig, beeindruckt oder mit leichtem Kopfschütteln. Passt bei krassen Erfolgen, komplett wilden Stories oder absurden Zufällen. Klingt ein bisschen derb, kommt im Alltag aber oft locker, charmant und ziemlich selbstverständlich raus.

"Läck du mir, dä het i einer Wuche drü Prüfige packt, und mir schaffed nöd mal, e Zmittag abzmache ohne Chat-Chaos"

Zmittag

Zmittag ist einfach Mittagessen auf Schweizer Art. Du hörst es im Büro, in der Schule und bei Oma, wenn’s heißt: jetzt wird was Warmes reingeschoben. Das Wort ist kurz, gemütlich und macht direkt Appetit. Viele nutzen es auch um sich schnell zu verabreden: Zmittag und danach weiter auf Achse sein.

"Nach dem Meeting so: komm, mir gönd Zmittag, sonst fall ich nachher im Tram um wie en leere Akku ohni Kaffee, gäll"

Grüezi mitenand

Freundlicher Schweizer Gruß, oft an Gruppen gerichtet, manchmal auch wenn du alleine bist. Klingt direkt nach Laden, Bergluft und guter Laune.

"In Zürich in den Laden rein und die Verkäuferin so Grüezi mitenand, obwohl ich allein bin, und plötzlich fühlt sich alles wie Dorf an."

Bünzli

Es Bünzli isch de ur-schwiizer Spießer in Reinform: überkorrekt, ordnigsverliebt und scho nervös, wenn öpper am Sunntig z lut isch oder öppis nöd exakt nach Regel lauft. So öpper lebt im inneren Lampeblinker für Hausornig, Hecke, Kehrwoche und alli chliine Verstöss vo de Nachberschaft.

"Mei Nachbar isch so en Bünzli, er het mir am Sunntigmorge aglüüte, will i d Velos falsch parkiert ha im Veloständer."

Stimmen des Volkes

Theorie ist ja schön und gut... aber was uns Magikitos richtig abgeht, ist die Leute aus Bern in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen typischen Ausdruck von dort kennst, nimm sie im Studio auf mit einem echten Beispiel. Wir fügen ihn zu den Stimmen deiner Gegend hinzu!

Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme
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