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Stimmen von der Straße

Marcel · Schweiz
"Zmittag. Beispiel, ein Kollege hat mich gefragt, ob ich mit ihm Zmittag essen will und ich habe sofort zugesagt, weil ich wusste, dass er immer die besten Spots kennt, die man als Nicht-Schweizer nie finden würde."

Was es bedeutet

Zmittag ist einfach Mittagessen auf Schweizer Art. Du hörst es im Büro, in der Schule und bei Oma, wenn’s heißt: jetzt wird was Warmes reingeschoben. Das Wort ist kurz, gemütlich und macht direkt Appetit. Viele nutzen es auch um sich schnell zu verabreden: Zmittag und danach weiter auf Achse sein.

Verwendungsbeispiele

"Nach dem Meeting so: komm, mir gönd Zmittag, sonst fall ich nachher im Tram um wie en leere Akku ohni Kaffee, gäll"
"Treffen wir uns um zwölf zum Zmittag in der Kantine?"
"Nach dem Zmittag gehen wir noch kurz an die frische Luft."
"Ich gang schnell Zmittag hole, min Magen macht scho sit em Elfi en Krawall."
"Hesch Lust uf Zmittag am See oder bisch wieder komplett i de Sitzigsfalle gfange?"
Tonfall
Liebevoll Zärtlich Jugendlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Zmittag ist schweizerdeutsch und kommt aus der Verbindung von z Mittag, also zu Mittag. Daraus wurde im Alltag die feste Kurzform Zmittag. Das gleiche Muster steckt auch in Zmorge und Znacht. Dieses vorgeschaltete z- ist im Schweizerdeutschen ganz normal und tief im Alltagswortschatz verankert.

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