Kölsch ist nicht nur ein Bier, sondern eine Sprache voller Lebensfreude. Hier wird geschunkelt, gebützt und jeder Jeck ist anders. Et kütt wie et kütt!
Alaaf
Der Kölner Karnevalsruf schlechthin. Bedeutet so viel wie "über alles" und wird während der fünften Jahreszeit ungefähr 47 Millionen Mal gerufen. Kölle Alaaf!
Jeck
Verrückt, aber im allerbesten Sinne. Im Karneval ist jeder Jeck anders, und das ist auch gut so. Wer nicht jeck ist, hat in Köln ehrlich gesagt nichts verloren.
Schunkeln
Sich eingehakt im Rhythmus hin und her wiegen. Gehört zum Karneval wie das Kölsch zum Glas. Wer nicht schunkelt, ist kein Karnevalist. So einfach ist das.
Walli machen
Sich aufregen, durchdrehen, Stress machen. Wenn ein Kölner Walli macht, dann geht es rund. Aber keine Sorge, nach einem Kölsch ist alles wieder gut.
Köbes
Der Kellner im Kölner Brauhaus. Ein Köbes fragt nicht, ob du noch eins willst, er bringt einfach nach. Und wehe, du legst den Bierdeckel aufs Glas, bevor du bereit bist aufzuhören.
Kölsch
Gleichzeitig der Dialekt UND das Bier. Beides gehört untrennbar zusammen. Ein Kölsch wird in der Stange serviert, ist obergärig und geht immer, morgens, mittags, abends.
Bütschen
Küssen, Bützchen geben. Im Karneval wird gebützt was das Zeug hält. Links, rechts, und manchmal auch ein drittes Mal, der Kölner ist großzügig mit Küsschen.
Kännchen
Im Rheinland wird Kaffee gerne als Kännchen bestellt. Klingt niedlich, reicht aber für mindestens drei Tassen. Der gesellige Rheinländer trinkt halt nicht alleine.
Kappes
Quatsch, Unsinn, Blödsinn. Im Rheinland redet man keinen Unsinn, man redet Kappes. Kommt vom Wort für Kohl, und Kohl ist eben Kohl.