Kölsch ist nicht nur ein Bier, sondern eine Sprache voller Lebensfreude. Hier wird geschunkelt, gebützt und jeder Jeck ist anders. Et kütt wie et kütt!

Alaaf

Der Kölner Karnevalsruf schlechthin. Bedeutet so viel wie "über alles" und wird während der fünften Jahreszeit ungefähr 47 Millionen Mal gerufen. Kölle Alaaf!

"— Kölle Alaaf! — Alaaf! Dreimal! Und jetzt noch ene Kölsch!"

Jeck

Verrückt, aber im allerbesten Sinne. Im Karneval ist jeder Jeck anders, und das ist auch gut so. Wer nicht jeck ist, hat in Köln ehrlich gesagt nichts verloren.

"— Der hat sich als Einhorn verkleidet und ist so zur Arbeit. — Ja klar, der is halt jeck. Jeder Jeck is anders!"

Schunkeln

Sich eingehakt im Rhythmus hin und her wiegen. Gehört zum Karneval wie das Kölsch zum Glas. Wer nicht schunkelt, ist kein Karnevalist. So einfach ist das.

"— Los, einhaken und schunkeln! — Ich kann doch gar nicht schunkeln! — Einfach links, rechts, links, rechts. Fertig!"

Walli machen

Sich aufregen, durchdrehen, Stress machen. Wenn ein Kölner Walli macht, dann geht es rund. Aber keine Sorge, nach einem Kölsch ist alles wieder gut.

"— Mach jetzt net Walli wegen dem bisschen Regen! — Ich mach kein Walli, ich bin nass bis auf die Knochen!"

Köbes

Der Kellner im Kölner Brauhaus. Ein Köbes fragt nicht, ob du noch eins willst, er bringt einfach nach. Und wehe, du legst den Bierdeckel aufs Glas, bevor du bereit bist aufzuhören.

"— Köbes, noch eins! — Steht schon da, hättste mal geguckt."

Kölsch

Gleichzeitig der Dialekt UND das Bier. Beides gehört untrennbar zusammen. Ein Kölsch wird in der Stange serviert, ist obergärig und geht immer, morgens, mittags, abends.

"— Ein Kölsch bitte! — Eins? Mindestens drei, sonst lohnt sich das Tablett nicht."

Bütschen

Küssen, Bützchen geben. Im Karneval wird gebützt was das Zeug hält. Links, rechts, und manchmal auch ein drittes Mal, der Kölner ist großzügig mit Küsschen.

"— Bützchen links, Bützchen rechts! — Alaaf! — Alaaf und noch ein Bütz!"

Kännchen

Im Rheinland wird Kaffee gerne als Kännchen bestellt. Klingt niedlich, reicht aber für mindestens drei Tassen. Der gesellige Rheinländer trinkt halt nicht alleine.

"— Ein Kännchen Kaffee und ein Stück Kuchen bitte! — Für zwei? — Nee, für mich allein. Ich hab Hunger."

Kappes

Quatsch, Unsinn, Blödsinn. Im Rheinland redet man keinen Unsinn, man redet Kappes. Kommt vom Wort für Kohl, und Kohl ist eben Kohl.

"— Das ist doch Kappes! — Ist kein Kappes! — Ist wohl Kappes! — Kappes, Kappes, Kappes!"
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