Was es bedeutet
Schunkeln heißt: Arme einhaken, Körper locker machen und im Takt wie ein Metronom nach links und rechts wiegen. Passiert meistens da, wo die Musik simpel ist und die Stimmung groß, also Karneval, Festzelt, Kneipe. In Köln gehört’s zur jecken Grundausstattung wie Kölsch im Glas. Wer steif stehen bleibt, wirkt direkt, als hätte er den Einsatz verpasst.
Verwendungsbeispiele
"Im Saal brüllt alles Alaaf, du hakst dich bei zwei Fremden ein, Kölsch in der Hand, und dann geht’s los: links, rechts, links, rechts, schunkeln."
"Beim Festzelt haben sich wildfremde Leute eingehakt und geschunkelt, bis die ganze Reihe im selben Takt schwankte."
"Kaum spielt die Kapelle den ersten Schlager, fängt die halbe Familie an zu schunkeln, sogar Opa macht mit."
"Sobald im Bierzelt der Refrain kommt, steht keiner mehr geschniegelt rum, dann wird sich eingehakt und losgeschunkelt."
"Bei der Sitzung hat selbst der Typ am Rand nach zwei Liedern mitgeschunkelt, als wär er seit Jahren Teil der Reihe."
Woher es kommt
Schunkeln ist im Deutschen schon länger belegt und gehört zu einem Wortfeld rund ums schwingende, stoßweise Bewegen. Die heutige Bedeutung hat sich vor allem im Fest- und Karnevalskontext festgesetzt. Gemeint ist dieses gemeinsame Hin-und-her-Wiegen, oft eingehakt, sobald ein Lied die ganze Reihe mitzieht.
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