Kölsch für Imis
Alaaf, Jeck, Köbes, bützen. Die Sprache der Stadt, die Karneval als Jahreszeit führt.
"Am Alter Markt hebt der Sitzungspräsident die Hand, alle grölen: — Kölle Alaaf! — Alaaf! Dann fliegen Kamelle, und der Kellner stellt drei Kölsch hin."
"Haste die Büttenrede vom Jürgen jesehn? Der hat mit zwei Reimen den Chef und den Nachbarn getroffen, alle am Lache, Köbes klatscht, Kölsch wackelt."
"Op der Sitzung, zwei Kölsch intus, ruft einer Alaaf und zieht mich ran: erst bütsche links, dann rechts, und zack gibt’s noch eins extra."
"Beim Rosenmontagszug hat die Oma vun nebenan jedem en Bützjer op de Backe jedrück, sogar dem Polizist, und der hat tatsächlich jejrinst."
"— Der kommt im Einhornkostüm ins Büro, mitten am Dienstag. — Wat willste machen: der is jeck. Alaaf, jeder Jeck is anders."
"Wie hat der die Stelle gekriegt, der kann doch nix? Tja, Klüngel. Der Cousin vom Chef kennt den vom Kegelclub, zack, Bewerbung war nur Deko."
"— Köbes, ich glaub, ich brauch langsam 'ne Pause. — Dann leg den Deckel drauf, Jung, sonst steht gleich wieder 'n Kölsch vor dir."
"Köbes kommt vorbei, ich sag: — Ein Kölsch bitte. Er grinst: — Dat is keen Bestellung, dat is ’n Anfang, Jung. Zack, nächste Runde steht."
"Im Veedel-Café: — Tach, ein Kännchen Kaffee, bitte. — Für zwei? — Quatsch, dat is für mich, ich sitz hier noch mit Zeitung und Streuselkuchen."
"Stell mal dat Pittermännchen auf den Tisch, ich hol die Gläser. Wenn dat leer is, gehen wir rüber zum Brauhaus und trinken da weiter."
"Am Büdche: Jib mer ens ’ne Plüschprumm. De Verkäufer glotzt. Ich: Pfirsich, Jung. Er laach, packt zwei ein: Kölsch lernt man beim Snacken."
"Ey Tünnes, do häs de Schlüssel widder im Auto lieje jelasse, dat is jetz schon dat dritte Mal diese Woch."
"Verzäll kei Stuss, du warst doch gar net beim Finale dabei. Du hast auf der Couch gelegen und Pizza bestellt, das weiß ich genau."
"— Mach jetz nit Walli wegen dem bissje Niesel! — Ich mach doch kein Walli, ich steh hier wie’n Pudel und bin klitschnass."
"Im Saal brüllt alles Alaaf, du hakst dich bei zwei Fremden ein, Kölsch in der Hand, und dann geht’s los: links, rechts, links, rechts, schunkeln."
"Dä Jupp hat widder e Fisternöll, un sing Frau weiß von nix. Beim Rosenmontagszug küsst er die eine, und zuhause wartet die andere mit Sauerbraten."
"Jung, hör op, dat is doch Kappes: erst sacht er, die Bahn kommt pünktlich, und dann stehn wa wieder 20 Minuten am Ebertplatz."
"Komm, wir treffen uns am Büdchen, holen ’ne Flasche Stauder und quatschen erstmal kurz, bevor die Bahn wieder Verspätung hat."
Stimmen des Volkes
Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.
Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme