Was es bedeutet
Bützen heißt im Kölschen küssen, meistens als kleines Bützje auf die Wange. Das Ding lebt vor allem im Kölner Karneval, wenn links und rechts gebützt wird, ehe du überhaupt dein Kölsch abgestellt hast. Gemeint ist fast immer herzlich und locker, nicht romantisch. Eher jecke Nähe als großes Liebeskino.
Verwendungsbeispiele
"Op der Sitzung, zwei Kölsch intus, ruft einer Alaaf und zieht mich ran: erst bütsche links, dann rechts, und zack gibt’s noch eins extra."
"Beim Rosenmontagszug in Köln habe ich von Onkel Heinz drei Bützjer auf jede Wange bekommen, ein viertes als Bonus, und meine Mutter hat dann den Lippenstift sechs Mal nachgezogen, bevor wir am Dom waren."
"Bei der Sitzung im Sartory in der Friesenstraße wurden so viele Bützer ausgeteilt, dass mein Kragen am Ende rot wie eine Kölner Flagge war, der Bürgermeister hat sich bei mir entschuldigt für drei davon."
"Kaum war ich im Festzelt, kam die Nachbarin mit Alaaf um die Ecke und hat mich direkt gebützt, eins links, eins rechts, ganz kölsches Pflichtprogramm."
"Pass auf, wenn de in Köln an Karneval zu geschniegelt rumstehst, wirste schneller gebützt, als de Helau sagen kannst."
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Woher es kommt
Bützen ist kölsch und gehört zur rheinischen Dialektfamilie rund um Bützje für ein kleines Küsschen. Das Wort ist seit Langem im Kölner Sprachraum verankert und hängt kulturell fest am Karneval, wo das freundliche Wangenküsschen als Begrüßung und Zeichen von Herzlichkeit praktisch zum jecken Grundinventar zählt.
Andere Arten, es zu sagen
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