Was es bedeutet

Jeck heißt im Kölschen so viel wie verrückt, aber eher liebevoll: bisschen durchgedreht, offen fürs Feiern und null Angst vor peinlich. Besonders im Karneval ist jeck fast ein Kompliment, weil jeder seinen eigenen Film fährt und genau das gefeiert wird. Außerhalb von Alaaf meint’s oft einfach: Der hat ’ne Macke, aber sympathisch. Der Spruch Jeder Jeck is anders hängt in jeder Kneipe.

Verwendungsbeispiele

"— Der kommt im Einhornkostüm ins Büro, mitten am Dienstag. — Wat willste machen: der is jeck. Alaaf, jeder Jeck is anders."
"Jeder Jeck is anders, sagt der Kölner Spruch, und am Sonntagmorgen in der Veedelszug-Pause kannst du die Wahrheit dieser drei Wörter in den Augen von zweitausend kostümierten Menschen lesen, jeder anders kostümiert."
"Mein Onkel ist der lieblichste Jeck der Südstadt, kennt jede Lokalrunde seit dreißig Jahren beim Vornamen, singt jede Strophe vom dritten Lied der BAP-Setlist und verteilt jedes Jahr Kamelle aus einem Korb mit Stoffrosen."
"Bist du komplett jeck oder warum kaufst du um acht Uhr morgens schon Glitzerhut und Konfetti?"
"Die Lisa ist schon jeck, aber auf die gute Art. Mit der wird selbst der REWE-Einkauf zur kleinen Karnevalsprobe."

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Tonfall
Liebevoll Witzig Ausgelassen

Woher es kommt

Jeck ist urkölsch und geht etymologisch auf Geck zurück. Dahinter steckt mittelhochdeutsch gec im Sinn von Narr oder Tor. Im Rheinland hat sich das Wort eigenständig festgesetzt und wurde in Köln zum Karnevals-Schlüsselwort. Heute meint es nicht einfach bloß verrückt, sondern angenehm bekloppt mit Herz, Charme und Feierader.

Andere Arten, es zu sagen

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