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Büffeln

Büffeln heißt stumpf und hart lernen, meistens kurz vor der Klausur, wenn Panik und Koffein regieren. Du wälzt Skripte, Karteikarten und Altklausuren, bis die Augen viereckig werden. Klingt nach Tier, fühlt sich auch so an: schwere Arbeit, wenig Glamour. Wird in Schule und Uni benutzt, oft ironisch, wenn man mal wieder zu spät angefangen hat.

"Ey, ich hab gestern bis drei gebüffelt, heute im Hörsaal nur Kaffee im Blut. Wenn ich die Klausur bestehe, geb ich nen Döner aus."

Schummelliste

Eine Schummelliste ist der klassische Spickzettel, nur klingt es ein bisschen harmloser, als es ist. Gemeint sind winzige Notizen, Formeln oder Vokabeln, die man heimlich in der Prüfung nutzen will, obwohl das natürlich verboten ist. Der Witz daran: Wer sie schreibt, muss den Stoff so runterbrechen, dass man ihn oft schon beim Erstellen endlich checkt.

"Vor Mathe zieht Jana ihre Schummelliste raus, guckt zweimal drauf und steckt sie weg: Eigentlich hab ich beim Schreiben schon alles kapiert."

Abkupfern

Abkupfern heißt, bei jemandem heimlich abzugucken oder ’ne Idee komplett zu kopieren und dann so zu tun, als wär’s dein eigener Geistesblitz. Das fällt in der Schule, an der Uni oder im Job auf, wenn zwei Lösungen plötzlich wie Zwillinge aussehen. Der Ausdruck kommt aus der Zeit, als man Motive von Kupferstichen nachzeichnete. Heute bleibt’s trotzdem ein kleiner Betrugsmove.

"Hast du wieder abgekupfert? Dein Matheblatt sieht exakt aus wie meins, sogar mit meinem Kaffeefleck. Er so: Zufall. Ich so: Digga, sogar die falsche Rechnung ist dieselbe."

Hals- und Beinbruch

Bedeutet: viel Glück, meist vorm Auftritt, Prüfung oder wichtigen Termin. Klingt nach Gips und Krücken, ist aber genau als netter Glückwunsch gemeint, ähnlich wie englisch break a leg. Eine häufig genannte Erklärung: Es sei eine Verballhornung aus dem Jiddischen, etwa hatsloche un broche, also Erfolg und Segen, und wird gern mit einem Grinsen rausgehauen.

"Morgen hast du dein Vorstellungsgespräch, oder? Du zitterst ja schon. Dann Hals- und Beinbruch, und gönn dir vorher wenigstens ’nen Kaffee."

Wackelkandidat

Wackelkandidat nennt man jemanden oder etwas, bei dem’s echt 50:50 ist. Besteht er die Prüfung, kriegt sie den Job, schafft die Partei die Fünf-Prozent-Hürde? Alles möglich, nix sicher. Das Wort hört man oft in Politik und Sport, aber auch im Alltag, wenn man schon schwitzt und trotzdem noch auf ein Happy End hofft. Passt auch für wacklige Argumente.

"Meinst du, Lisa packt die Prüfung? Totaler Wackelkandidat, sie lebt seit Tagen von Kaffee und Alibi-Zusammenfassungen, und morgen entscheidet sich alles."

Sitzfleisch

Heißt, dass du lange sitzen, dranbleiben und nicht gleich die Nerven verlieren kannst. Praktisch bei Uni-Bib, zähen Hausarbeiten, endlosen Meetings, Zugverspätung oder dem legendären Warteraum beim Amt. Wer wenig Sitzfleisch hat, steht nach zehn Minuten auf, checkt zum fünften Mal sein Handy und gibt genervt auf. Meist hört man: Dafür hab ich kein Sitzfleisch.

"Im Bürgeramt steht noch Nummer 48, ich hab 12. Kevin wippt schon wie’n Presslufthammer, ich bleib sitzen. Die Oma grinst: Ohne Sitzfleisch wirst du hier alt."

Fleißarbeit

Fleißarbeit ist die Sorte Arbeit, bei der du eher Sitzfleisch als Geistesblitze brauchst. Viel wiederholen, abarbeiten, sortieren, abschreiben, Zahlen eintippen, Karteikarten pauken. Nicht glamourös, aber ohne den Kram steht jedes Projekt wie ein ungefütterter Schrank. Sagt man gern in Uni, Büro oder beim Lernen, wenn’s einfach nur noch durchziehen heißt.

"Heute Abend kein Bier, ich muss noch zwei Stunden Tabellen füllen. — Uff, reine Fleißarbeit. — Ja, null kreativ, aber morgen will der Chef’s Update."

Nervennahrung

Nervennahrung ist alles, was du dir reinpfeifst, wenn der Kopf raucht: meist Süßkram wie Schokolade, Gummibärchen oder Kekse. Gemeint ist weniger echte Medizin als eine kleine Belohnung, die kurz beruhigt und Motivation schiebt, zum Beispiel beim Lernen, Arbeiten oder Zocken bis spät. Funktioniert vielleicht mehr im Herzen als im Nervensystem, aber lecker ist’s.

"Vor der Abgabefrist hock ich seit Stunden am Laptop. Ich geh kurz zum Kiosk, hol Nervennahrung und komm mit zwei Tafeln Schoki und Keksen zurück."

Bergfest

Bergfest heißt: Halbzeit, durchatmen, Schulterklopfen. Meistens ist damit der Mittwoch gemeint, weil die Arbeitswoche wie ein kleiner Berg gesehen wird. Bis dahin hat man sich hochgekämpft, ab da geht’s gefühlt „nur noch runter“ Richtung Freitag. Wird gern im Büro, in der Schule oder im Studium rausgehauen, wenn alle schon leicht matschig sind.

"Im Büro gähnen alle, da ruft Jana: Bergfest, Leute. Noch zwei Tage Meetings, dann ist Freitag und wir rollen ins Wochenende wie ein Einkaufswagen."

Magenfahrplan

Scherzhafter Kantinen-Ausdruck für den Speiseplan, also den Zettel, der deinem Bauch sagt, was diese Woche Sache ist. Wird gern in Mensa oder Betriebskantine rausgehauen, wenn man das Essen liebevoll verarscht oder sich schon innerlich aufs Drama einstellt. Praktisch wie ein Wetterbericht, nur für Hunger, Laune und die Frage: Kantine oder doch schnell zum Döner.

"Ey, check mal den Magenfahrplan: Montag Schnitzel, Dienstag Linsensuppe, Mittwoch Fisch. Okay, Montag Kantine, den Rest der Woche flüchte ich zum Bäcker."

Welpenschutz

Welpenschutz nennt man die Anfangs-Gnadenfrist für Neulinge. Wie bei nem echten Welpen drückt man erstmal beide Augen zu, wenn was schiefgeht, weil die Person noch reinfinden muss. Aber das ist keine Narrenfreiheit: Nach kurzer Zeit gilt, lernen, liefern, sonst gibt’s Seitenhiebe. Der Bonus hält meist nur ein paar Wochen, dann ist Schluss mit süß.

"Der Praktikant hat im Meeting den Chef geduzt und die Kamera auf die Kaffeetasse gehalten. Alle: chillt mal, Welpenschutz. Beim dritten Patzer war der Bonus weg."

Zerstreuter Professor

So nennt man den schlauen Kopf, der fachlich alles draufhat, aber im Alltag völlig neben der Spur ist. Der rechnet dir Quantenkram auf ’nem Bierdeckel vor und vergisst danach, wo er sein Handy hingelegt hat. Meist liebevoll gemeint, eher Augenzwinkern als Beleidigung, so ein Running Gag aus Uni, Büro und Filmen.

"In der Mensa labert er über Schwarze Löcher und sucht hektisch den Schlüssel, während er längst im Schloss steckt und die Tür offen steht."

Schweinehund

Meist als innerer Schweinehund gemeint: die miese Kombi aus Faulheit, Ausreden und Sofa-Gravitation, die dir jedes bisschen Disziplin wegknabbert. Taucht auf, wenn Sport, Lernen oder Putzen ansteht und dein Kopf eigentlich weiß, was dran wäre. Dann kommt dieses leise Flüstern: Ach komm, morgen geht auch. Den musst du erst mal überlisten.

"Schon die Laufschuhe an, aber der innere Schweinehund sagt: Nur kurz aufs Sofa. Zack, 15 Minuten später häng ich da und binge Dokus."

Muffensausen

Muffensausen heißt, dass dir die Düse geht und du plötzlich richtig Schiss bekommst, oft kurz vor einem Auftritt, einer Prüfung oder ’nem riskanten Move. Man merkt’s an zittrigen Händen, trockenem Mund und diesem Flattergefühl im Bauch. Das Wort klingt schon wie Angst in Stereo und wird gern ironisch benutzt, um Mut zu testen.

"Vor der Matheprüfung steht Jana vorm Raum, knetet den Stift und flüstert: Ich hab Muffensausen. Kumpel: Atmen, du schaffst das. Sie nickt, zittert weiter."

Ochsentour

Ochsentour heißt: Du kommst nur voran, wenn du dich Schritt für Schritt hochackerst. Kein Expresslift, kein Vitamin B, kein Zauberknopf. Eher jahrelang lernen, malochen und die Zähne zusammenbeißen, bis du irgendwann da bist. Klingt nicht glamourös, ist aber genau dieses zähe, ehrliche Hochkämpfen.

"Wie der Chef dahin kam? Ochsentour: erst Lager, dann Außendienst, dann Teamleitung. Kein Vitamin B, nur Nachtschichten, Kantinenkaffee und jahrelang Zähne zusammenbeißen."

Stimmen des Volkes

Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.

Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme

Einen Moment: bestätige, dass du ein Mensch bist