Was es bedeutet

Heißt, dass du die Wohnung oder das Haus ganz für dich hast, weil Eltern oder Mitbewohner weg sind und keiner dir reinquatscht. Früher war sturmfrei eher im Sinn von gegen Angriffe sicher, heute ist’s der Freifahrtschein für Zocken, Chillen oder die berüchtigte Teenie-Party. Wird gern als Ansage rumgeschickt, wenn die Bude kurz zur eigenen Welt wird.

Verwendungsbeispiele

"Wochenende sturmfrei, Eltern auf Wellness. Ich sag: Kommt nur kurz vorbei. Zwei Stunden später drängen sich dreißig Leute im Flur und der Bass wackelt."
"Meine Eltern sind übers Wochenende weg, also habe ich sturmfrei und lade alle ein."
"Endlich sturmfreie Bude, ich kann die Musik so laut drehen, wie ich will."
"Heute Abend sturmfrei, also Pizza, Konsole an und einfach komplett in Ruhe vor sich hinverwesen."
"Bruder, wir haben bis morgen früh sturmfrei. Wenn du kommst, bring Chips mit und mach keinen Hausflur-Zirkus."
Tonfall
Ausgelassen Jugendlich

Woher es kommt

Kommt wirklich aus der Militärsprache. Eine Stellung galt als sturmfrei, wenn sie vor einem Angriff sicher war und nicht gestürmt werden konnte. Später ist das ins Alltagsdeutsch gerutscht. Heute heißt sturmfrei, dass zuhause keiner reinfunkt, weil Eltern, Mitbewohner oder sonst wer gerade weg sind.

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