Was es bedeutet

Naseweis nennt man jemanden, oft ein Kind, das ständig klugscheißt, überall die Nase reinsteckt und ungefragt erklärt, wie’s angeblich richtig läuft. Nicht unbedingt böse gemeint, eher ein leicht genervtes Augenrollen in Wortform. Passt, wenn jemand jede Kleinigkeit korrigiert, dauernd Fakten droppt oder sich in Gespräche drängt, obwohl keiner gefragt hat. Kann neckisch sein, kann aber auch ein kleiner Rüffel sein.

Verwendungsbeispiele

"Beim Familienessen korrigiert Tim jede Kleinigkeit, erklärt Oma das Internet und kommentiert sogar den Salat. Alle stöhnen: Jetzt sei kein Naseweis, iss einfach."
"Sei nicht so naseweis und lass die Großen erst mal ausreden."
"Die Kleine ist ganz schön naseweis, sie korrigiert sogar die Lehrerin."
"Kaum sagt einer was Falsches, springt Leo rein und hält erst mal seinen Mini-Vortrag. Echt ein kleiner Naseweis."
"Du musst nicht bei jedem Spielzug den Trainer machen, du Naseweis, wir kommen schon klar."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Liebevoll Ironisch Jugendlich

Woher es kommt

Naseweis ist schon seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen belegt. Das Wort baut auf der älteren Form naseweis auf und meint bildlich jemanden, der die Nase überall vorschiebt und dabei so tut, als wüsste er Bescheid. Gemeint sind oft vorlaute, besserwisserische Kinder, meist tadelnd, aber nicht gleich richtig böse.

Andere Arten, es zu sagen

Editoren dieses Begriffs

Deine Stimme zählt

Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.

Dein Warenkorb: 0,00 €