"Am Stammtisch behauptet er, Australiens Hauptstadt sei Sydney. Alle: Canberra. Er knallt den Bierdeckel auf den Tisch: Egal, ich hab recht. Voll der Rechthaber."
"Eigentlich heißt das nicht Kaffeemaschine, sondern Kaffeevollautomat, murmelt er. Danke, Schlauberger, sag ich, jetzt drück halt Start, bevor ich verdurste."
"Beim Grillen sagt Tom: Also eigentlich ist Ketchup eine Sauce. Dann grätscht Lisa rein: Und Kohle ist chemisch gesehen… Ey, sei nicht so neunmalklug, sonst grillst du gleich allein."
"Beim Familienessen korrigiert Tim jede Kleinigkeit, erklärt Oma das Internet und kommentiert sogar den Salat. Alle stöhnen: Jetzt sei kein Naseweis, iss einfach."
"Der Typ im Hausflur schreibt mir ’nen Zettel, weil meine Schuhe zwei Zentimeter vorm Regal stehen, macht noch ein Foto dazu. Ich so: Alles klar, König der Spießer."
"So ein Schnösel, der hat beim Italiener den Wein zurückgehen lassen, weil er angeblich zu warm war. Dabei hat er den billigsten auf der Karte bestellt."
"Kevin stolziert mit Proteinshaker und Sonnenbrille durchs Gym und nennt sich Fitness-Influencer. Ich frag: Wie viele Follower? Er: Mama, Oma, ein Bot. Möchtegern, Bruder."
"Der neue Chef hält seit Wochen PowerPoint-Predigten und verspricht den großen Wurf. Am Ende: nix außer heiße Luft. Im Team heißt’s nur: totaler Schaumschläger."
"Im Meeting hält Sven wieder ’ne Zehn-Minuten-Rede über die Mega-Strategie. Als die Chefin nach To-dos fragt, kommt nur Schweigen: kompletter Dampfplauderer."
"Im Büro klingelt’s alle fünf Minuten: Hast du kurz Zeit? Kannst du mal drüberschauen? Alter, du Quälgeist, lass mich wenigstens meinen Kaffee austrinken."
"Warum guckst du so griesgrämig? – Ich guck normal. – Ey, du hast seit drei Tagen kein Gesicht gemacht. – Gestern hab ich geniest, das war fast ein Lächeln."
"Wir wollten am See noch bisschen Boxen laufen lassen, und Kevin fängt mit Ruhezeiten und Paragraphen an. Zack, Stimmung tot, kompletter Spielverderber."
"Mein Kollege ist so ’ne Labertasche, der hat mich in der Kaffeeküche 45 Minuten zugelabert, erst über seinen Staubsauger, dann über die Saugkraft von Beziehungen."
"Ich sag noch: Erzähl das keinem. Zehn Minuten später weiß es das ganze Treppenhaus, inklusive Hausmeister und Dackel. Frag nicht mich, frag die Klatschbase von nebenan, die hat’s schon archiviert."
"Ey, dein Vortrag war ja Weltklasse, du bist echt genial. Aha, und was willst du jetzt? Äh, nur nett sein. Klar, Süßholzraspler, du brauchst doch safe wieder irgend ’nen Gefallen."
Stimmen des Volkes
Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.