Was es bedeutet

Heißt so viel wie will gern, und genau so klingt’s: Jemand gibt sich wichtiger, cooler oder kompetenter, als er eigentlich ist. Meist abwertend, manchmal auch ironisch unter Freunden. Funktioniert solo oder als Vorsilbe, etwa Möchtegern-Rockstar, -Chef oder -Gourmet. Viel Pose, wenig dahinter. Wenn du jemandem die Luft aus dem Ego lassen willst, ist das ein ziemlich treffsicheres Wort.

Verwendungsbeispiele

"Kevin stolziert mit Proteinshaker und Sonnenbrille durchs Gym und nennt sich Fitness-Influencer. Ich frag: Wie viele Follower? Er: Mama, Oma, ein Bot. Möchtegern, Bruder."
"Der Möchtegern-Chef verteilt Aufgaben, obwohl ihn niemand zum Chef gemacht hat."
"Auf der Party stand ein Möchtegern-Weinkenner und erklärte allen den Wein, den er selbst aus dem Tetrapak kannte."
"Er hat sich nach zwei DJ-Sets gleich DJ Nero Supreme genannt. Ganz entspannter Möchtegern, mehr Nebelmaschine als Können."
"Im Büro läuft wieder so ein Möchtegern-Experte rum, der bei jedem Thema laut wird, damit keiner merkt, dass er eigentlich null Plan hat."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Abwertend

Woher es kommt

Möchtegern kommt wörtlich aus der Wendung möchte gern, also jemand möchte etwas sein, ist es aber nach Meinung der anderen nicht. Aus der Wortgruppe wurde mit der Zeit ein festes Substantiv und Präfix. Genau deshalb trifft das Wort so schön diesen Mix aus Anspruch, Pose und leicht peinlichem Fremdbild.

Andere Arten, es zu sagen

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