Was es bedeutet
Ein Angeber ist der Typ, der aus jeder Kleinigkeit ’ne Heldensaga macht: neues Handy, Urlaub, Job, sogar der Proteinshake wird zur Champions-League. Er prahlt, übertreibt und braucht Publikum wie andere Sauerstoff. Ob’s stimmt, ist zweitrangig, Hauptsache die Augen rollen in seine Richtung. Kann nerven, ist aber manchmal so drüber, dass es wieder witzig wird.
Verwendungsbeispiele
"Ich: Bin gestern 25 Kilometer gejoggt. Er: Pff, ich lauf Marathon rückwärts mit Schnupfen und Badelatschen. Kumpel: Digga, atme mal, Angeber."
"Auf dem Klassentreffen war Jens der Angeber des Abends, er hat zwischen Vorspeise und Hauptgang zweimal seine neue Eigentumswohnung erwähnt, einmal sogar mit Quadratmeterzahl."
"Mein Schwager ist ein Angeber wie aus dem Bilderbuch, kauft Wein nur in Flaschen mit goldener Etikette, und am Ende schmeckt der Tetra-Pak vom Aldi sogar besser zum Lasagneessen."
Woher es kommt
Angeber kommt vom Verb angeben, das ursprünglich nur hieß, etwas anzuzeigen oder zu deklarieren, etwa beim Zoll oder vor Gericht. Im umgangssprachlichen Deutsch des neunzehnten Jahrhunderts hat sich daraus die Lesart laut auf sich selbst hinweisen entwickelt, also prahlen, dick auftragen, aus jeder Kleinigkeit eine Schlagzeile machen. Der Angeber ist seitdem der wandelnde Selbstwerbespot der deutschen Stammtische.
Andere Arten, es zu sagen
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