Was es bedeutet
Ein Angeber ist der Typ, der aus jeder Kleinigkeit ’ne Heldensaga macht: neues Handy, Urlaub, Job, sogar der Proteinshake wird zur Champions-League. Er prahlt, übertreibt und braucht Publikum wie andere Sauerstoff. Ob’s stimmt, ist zweitrangig, Hauptsache die Augen rollen in seine Richtung. Kann nerven, ist aber manchmal so drüber, dass es wieder witzig wird.
Verwendungsbeispiele
"Ich: Bin gestern 25 Kilometer gejoggt. Er: Pff, ich lauf Marathon rückwärts mit Schnupfen und Badelatschen. Kumpel: Digga, atme mal, Angeber."
"Auf dem Klassentreffen war Jens der Angeber des Abends, er hat zwischen Vorspeise und Hauptgang zweimal seine neue Eigentumswohnung erwähnt, einmal sogar mit Quadratmeterzahl."
"Mein Schwager ist ein Angeber wie aus dem Bilderbuch, kauft Wein nur in Flaschen mit goldener Etikette, und am Ende schmeckt der Tetra-Pak vom Aldi sogar besser zum Lasagneessen."
"Kaum hat Tim neue Sneaker, läuft er durchs Viertel, als hätte er Nike persönlich gegründet. Voll der Angeber, aber bisschen lustig ist's schon."
"Sie fragt nach der Uhrzeit und er erzählt erst mal von seinem Gehalt, seinem Auto und seinem Personal Trainer. Bruder, keiner hat nach deiner Image-Show gefragt, du Angeber."
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Woher es kommt
Angeber kommt direkt vom Verb angeben. Das bedeutete im älteren Deutsch erst mal etwas melden oder nennen. In der Umgangssprache kippte es dann Richtung prahlen und dick auftragen. Ein Angeber ist also wörtlich der, der ständig was von sich angibt und sich selber auf Glanz poliert.
Andere Arten, es zu sagen
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