Stimmen von der Straße
"Hallo Alter, kennt ihr das Wort Matschepampe? Mein Kumpel hat heute Kartoffeln mit Fleisch gemacht und Zucchini, aber es war alles total die Matschepampe, Alter, und wir fressen es jetzt gerade und es sieht total matschepampig aus. Ja, eine leckere Matschepampe haben wir heute gefressen."
Was es bedeutet
Matschepampe ist alles, was beim Essen zu einer weichen, leicht chaotischen Einheitsmasse zerfällt. Sieht oft nicht gerade geschniegelt aus, lässt sich aber prima weglöffeln. Das sagt man meist liebevoll-ironisch, wenn etwas ziemlich vermanscht ist und trotzdem irgendwie lecker, sättigend oder einfach gemütlich rüberkommt.
Verwendungsbeispiele
"Die Kartoffeln sind komplett zerkocht, alles ist eine Matschepampe, aber wir futtern’s trotzdem, und der Käse rettet den Abend."
"Die Linsensuppe meiner Schwiegermutter ist nach drei Stunden auf dem Herd in Hannover offizielle Matschepampe geworden, alle Gewürze haben sich verloren, alles ist die gleiche braune Farbe, und der Schwiegervater löffelt friedlich weiter, als wäre das schon immer so geplant gewesen."
"Mein Sohn hat das Bananenstück in den Joghurt gepresst und mit der Müsliflocke vermischt, das Ergebnis sieht aus wie Matschepampe vom Mond, aber er löffelt es mit der Begeisterung eines Sternekochs in seinem ersten Studio in Berlin-Mitte."
"Der Auflauf war eigentlich mal Kartoffelgratin, jetzt ist es nur noch Matschepampe, aber ganz ehrlich, ich nehm noch 'ne Kelle."
"Mach dem Baby ruhig noch ein bisschen Soße rein, dann wird das wieder schöne Matschepampe und geht besser runter."
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Woher es kommt
Matschepampe ist eine zusammengesetzte Onomatopoetik aus Matsch, dem niederdeutschen Wort für die weiche Schlammmasse, und Pampe, einem Wort der Berliner und norddeutschen Umgangssprache für jede dickliche, undefinierbare Masse. Die Doppelung der beiden Wurzeln verstärkt den weichen, ungeordneten Charakter, und das resultierende Komposum ist in den Kinderbüchern von Erich Kästner und in der Sprache der norddeutschen Erzieherinnen der nachkriegszeit dokumentiert. Heute wird das Wort von Eltern auf das Essen ihrer Kleinkinder angewendet und bei jedem Camping-Abend, wo der Eintopf aus dem Topf eine seltsame Konsistenz erreicht.
Andere Arten, es zu sagen
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