Was es bedeutet
Ein Stenz ist ein geschniegelt-eitler Angeber, der geschniegelt reinmarschiert, groß tut und meint, sein Grinsen wär schon ein Geschenk an die Menschheit. Das Wort klingt oft spöttisch und passt besonders auf einen geschniegelt auftretenden Schönling, der mehr Pose als Substanz im Gepäck hat.
Verwendungsbeispiele
"Schau dir den Stenz an mit seiner neuen Lederhosn. Frisch eingewachst, Haare gegelt, aber beim Maßkrug-Stemmen zittern ihm die Ärmchen."
"Der Stenz steht seit zwanzig Minuten vorm Spiegel und richtet die Tolle, dabei gehen wir nur kurz zum Bäcker."
"Was läuft denn der Stenz da wieder auf, als wär die Dorfkirta seine eigene Modenschau."
"Der kommt nicht einfach rein, der stelzt rein wie ein Stenz auf Balz und prüft erst mal jede Spiegelung im Fenster."
"Kaum ist der Stenz im Wirtshaus, sitzt die Frisur strammer als sein Charakter."
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Woher es kommt
Stenz ist im süddeutschen Raum schon lange unterwegs, besonders im Bairischen. Das Wort hängt historisch mit älteren Bedeutungen wie Stock oder Spazierstock zusammen und wurde später auf geschniegelt auftretende Kerle übertragen, teils auch auf Hallodris oder Zuhälter. Heute klebt daran vor allem dieses spöttische Bild vom geckenhaften Schönling.
Andere Arten, es zu sagen
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