Was es bedeutet
Ein Großmaul ist jemand, der erst die Bühne mit Ansagen tapeziert und danach erstaunlich wenig liefert. Viel Lärm, viel Brust, wenig Substanz. Sobald Taten, Fakten oder ein echter Beweis auf den Tisch sollen, wird aus dem dicken Gelaber schnell betretenes Rumgedruckse. Passt für Angeber, Maulhelden und Leute mit mehr Spruchmaschine als Leistung.
Verwendungsbeispiele
"Sven posaunt rum, er schafft die Matheklausur ohne Lernen. In der Prüfung starrt er nur aufs Blatt und flüstert: Kann ich abschreiben? Großmaul."
"Das Großmaul hat das ganze Lokal eingeladen und am Ende keinen Cent dabei."
"Er hat gestern noch erzählt, er regelt das in zehn Minuten. Jetzt sitzt das Großmaul da und tut so, als wär plötzlich WLAN schuld."
"Immer riesen Ansage fahren und dann nix liefern. Typisches Großmaul, mehr Lippenkino als Leistung."
"Er hat im Gruppenchat noch Wellen gemacht von wegen, er zieht das Projekt allein durch. Zwei Tage später fragt das Großmaul, ob jemand seine Folien mitbauen kann."
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Woher es kommt
„Großmaul“ ist ein altes deutsches Wort aus „groß“ und „Maul“. „Maul“ klingt derber als „Mund“ und gibt dem Ganzen direkt Biss. Wörtlich ist es also jemand mit großem Maul, gemeint ist aber die Person, die laut aufträgt, große Sprüche klopft und dann oft nicht viel dahinterhat.
Andere Arten, es zu sagen
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