Was es bedeutet
Neunmalklug nennt man jemanden, der dauernd den Besserwisser rauskehrt und ungefragt noch einen draufdoziert. Die Person hat zu allem einen Einwurf, eine Korrektur oder ein ach ja eigentlich parat, auch wenn gerade niemand danach gefragt hat. Klingt leicht spöttisch und oft genervt, kann unter Freunden aber auch nur neckend gemeint sein.
Verwendungsbeispiele
"Beim Grillen sagt Tom: Also eigentlich ist Ketchup eine Sauce. Dann grätscht Lisa rein: Und Kohle ist chemisch gesehen… Ey, sei nicht so neunmalklug, sonst grillst du gleich allein."
"Muss der Neunmalkluge bei jedem Film erklären, was wissenschaftlich nicht stimmt, mitten in der besten Szene?"
"Sei nicht so neunmalklug und lass die anderen auch mal eine Antwort geben, bevor du dazwischenfunkst."
"Boah, Ben, du musst nicht bei jeder Kleinigkeit den Neunmalklugen machen, wir wollen hier nur Pizza bestellen."
"Im Seminar hebt er schon wieder den Finger, bevor die Frage fertig ist. Richtiger Neunmalkluger heute."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Das Wort ist älter und wörtlich gebaut aus neunmal und klug. Gemeint ist nicht wirklich die Zahl neun als exakte Rechnung, sondern ein übersteigertes Zu-klug-Sein. Schon im älteren Deutsch wurde Neunmal als Verstärkung benutzt. Neunmalklug heißt also sinngemäß übertrieben klugtuend oder nervig besserwissend.
Andere Arten, es zu sagen
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