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Baba
Unbekannt · Deutschland
"Slangwort Baba. Anderes Wort für Tschüss. Kleines Beispiel. Baba, bis morgen, wir schreiben noch."
Baba
Joshua · Deutschland
"Baba heißt sowas wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Ich geh so aus einem kleinen Laden raus, wink noch kurz zur Verkäuferin und denk mir nur, ja passt, baba. Kurz, freundlich und fertig."
Baba
Marcel · Deutschland
"Baba. Heißt so viel wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Mein Kollege ruft noch schnell Baba ins Büro, schnappt seine Jacke und ist schon weg."
Beisl
Kunzo · Wien
"Das Beisl ist die Wiener Kneipe. Nicht schick, nicht hip, sondern einfach ehrlich. Da hängen die Vorhänge seit 1970 und der Wirt heißt Leopold. Also, lass ins Beisl gehen, sagt er. Ich frag, welches. Na das, wo der Leopold die Rechnung noch mit dem Bleistift schreibt. Das ist ein Beisl."
leiwand
Kunzo · Wien
"Leiwand ist großartig, super, fantastisch. Das höchste Lob, das ein Wiener verteilt. Wenn einer leiwand sagt, meint er es ernst. Beispiel: Die Party gestern war so leiwand. Die Musik, die Leute, der Vibe, oida, ich hab mich so wohl gefühlt. Nur der Wirt war ein bisschen grantig. Aber das ist eh leiwand."
Oida
Kunzo · Wien
"Oida, das ist Alter. Aber es ist alles. Freude, Wut, Überraschung, Liebe. Du kannst Oida sagen und jeder Wiener versteht genau, was du meinst. Beispiel. Oida, hast du gehört? Der Thomas hat gekündigt. Oida, echt? Oida, das ist ja Wahnsinn. Oida."
Oida
Hanna · Bayern
"Oida, Oida. Oida sagt man, wenn man überrascht ist oder genervt ist. Heut hab ich meinen Schlüssel gesucht und der war die ganze Zeit in meiner Jacke und ich bin durch die ganze Wohnung gerannt und hab geschimpft wie ein Depp und dann denk ich mir nur, Oida, das gibt's doch nicht."
Piefke
Kunzo · Wien
"Piefke ist die abwertende Bezeichnung für einen Deutschen, speziell aus dem Norden. Nicht nett, aber ehrlich. Sagt man, wenn einer Fahrradhelm statt Fahrradhut sagt. Beispiel, da kommt so ein Piefke in die BIM und fragt, wo gibt es hier ein Fahrradgeschäft? Alle haben gelacht."
Sandler
Kunzo · Wien
"Ein Sandler ist ein Obdachloser oder jemand, der ungepflegt aussieht. Das Wort klingt hart, ist aber nicht unbedingt böse gemeint, eher eine nüchterne Beschreibung. Beispiel, nach drei Tagen Festival schauen wir alle aus wie Sandler. Zelte, Dreck und die letzte Wäsche."

Hawara

"— Heast, kummst heut mit ins Beisl? — Fix, Hawara, i bin in zehn Minuten do, und danach geh ma no schnell an Spritzer ziagn."

Haberer

"Mei Haberer und ich gehen seit dreißig Jahr jeden Freitag ins selbe Beisl, und der Wirt stellt uns schon die Spritzer hin, bevor wir überhaupt sitzen."

Strizzi

"— Oida, der Taxler hat ma beim Wechseln a Euro gfladert. — Na geh, wundert mi ned, der is a Strizzi mit Schmäh."

Wappler

"Oida, so ein Wappler! Der hat zwanzig Minuten am Bankomat gestanden und dann gemerkt, dass er die Karte vergessen hat. I steh immer noch in der Schlange."
Sudern
Kunzo · Wien
"Sudern ist ja immer noch Jammern auf hohem Niveau. Der Wiener sudert nicht über echte Probleme. Nein, über das Wetter, die Politik und die depperten Touristen. Beispiel, er hat 20 Minuten gesudert, weil der Kebab um 10 Cent teurer geworden ist. Da hab ich mir gedacht, bist du deppert? Das ist ein Suderer."
motschgern
Kunzo · Wien
"Motschgern ist leise vor sich hin meckern. Nicht richtig sudern, sondern ein leises Brummen, wenn man unzufrieden ist, aber nicht streiten will. Beispiel, er hat die ganze Zeit vor sich hin g'motschgert. Ich hab nur gesagt, red laut und halt die Goschn. Aber dieses G'motscher macht mich verrückt."
Grant
Kunzo · Wien
"Der Grant ist die Wiener miese, petrige Laune. Ein Grantler ist einer, der immer meckert. Grantig sein ist ein Nationalsport. Beispiel: Heute bin ich so grantig, ich könnte einen Sessel anhauen. Der Kaffee war lauwarm, die Bim bimmelt viel und du redest dauernd. Oida, los mi."
Wurscht
Kunzo · Wien
"Das ist mir wurscht bedeutet, das ist mir egal, wörtlich, das ist mir Wurscht. Bei Wienern sagt man das zu fast allem, das ist ihre stoische Gelassenheit. Beispiel? Soll man das Schnitzel mit Tunke servieren? Ja, das ist mir wurscht. Eh, aber du bist doch Wiener. Ja, heut bin ich apathisch, oida."
Zach
Kunzo · Wien
"Zach bedeutet zäh, anstrengend, nervig. Ein zacher Tag ist ein Tag, an dem man am liebsten im Bett bleiben würde. Beispiel: Oida, heute war's so zach, der Chef hat wieder ein Meeting einberufen, um vier am Nachmittag. Das ist ja fast illegal."
fad
Kunzo · Wien
"Fad heißt langweilig und sich fadisieren heißt sich langweilen. Der Wiener hat Angst vor Fadheit, deshalb wird dauernd gesudert. Beispiel. Das ist so fad bei dir, sagt er. Ihr habt keinen Fernseher, sagt sie. Na dann geh, sagt er. Und ist gegangen. Romantik pur."
Deppat
Kunzo · Wien
"Deppert ist das österreichische Doof, aber viel herzlicher. Bist du deppert ist ein Ausruf des Erstaunens, keine Beleidigung. Beispiel, bist du deppert, schau dir den an, sagt sie, der Typ steht mit der Lederhose in der Bim im Juni. Er, das ist ein Piefke, sie, oder ein komplett Wahnsinniger."
Gschert
Kunzo · Wien
"Gschert ist ordinär, ungehobelt, prollig. Ein gscherter Haberer ist einer, der sich aufführt wie der King, aber eigentlich keiner ist. Beispiel, der Neue ist so gschert, er hat im Büro die Füße auf den Tisch gelegt. Der Chef hat gesagt, Herr Kollege, das ist kein Würstelstand. Der Neue, echt nicht. Komplett gschert."

Gschert

"Der Neue legt die Patschen am Tisch, brüllt ins Handy, komplett gschert. Und dann fragt er ernsthaft, warum alle so grantig schaun."
Gsindl
Kunzo · Wien
"Das Gesindel ist der Pöbel. Das Gesindel sagt man bei einer Gruppe von Leuten, die einem auf die Nerven geht. Beispiel: Das ganze Gesindel vom Spielplatz hat unseren Rasen zertrampelt. Die Eltern haben nichts gesagt. Ich habe geschrien: Gesindel, verschwind's. Und dann habe ich mich eh geschämt."

Gsindl

"Am Spielplatz rennt das ganze Gsindl übern Rasen, und er murmelt nur: Heast, des Gsindl zerlegt uns wieder alles, i geh jetzt sudern in die Trafik."

Bahö

"Oida, nur weil i fünf Minuten im Halteverbot steh, brauchst ka Bahö machen. Der Nachbar brüllt vom Balkon, und die Hausverwaltung wird gleich angerufen."
Pallawatsch / Remasuri
Kunzo · Wien
"Pallawatsch oder Remasuri ist Chaos, Durcheinander, ein verwirrter Zustand, perfekt für Montagmorgen oder nach der Weihnachtsfeier. Beispiel, bei uns im Büro ist kompletter Pallawatsch, niemand weiß mehr, wer was macht, und der Chef rennt im Kreis, wie ein Hendl ohne Kopf."
Das ist kein Pech, das ist Dienstag
Kunzo · Wien
"Pech ist einfach Pech oder Unglück, aber der Wiener hat eine besondere Beziehung zum Pech, weil er dauernd sudert, dass er welches hat. Beispiel eher: Heute habe ich Pech gehabt. Was ist passiert? Die Bim ist weg, der Kaffee ist kalt. Dann hat es wieder angefangen zu regnen. Das ist kein Pech, das ist Dienstag."
Oasch
Kunzo · Wien
"Oasch, das ist Arsch, aber als Schimpfwort überall einsetzbar. Du Oasch ist schon fast ein Kosename unter guten Freunden. Beispiel R. Du Oasch, du hast schon wieder mein Bier getrunken. I. Das war mein Bier, du Oasch. R echt? Na dann, Euda, beide lachen in Freundschaft."

Oasch

"Du Oasch, du hast ma scho wieder den letzten Spritzer wegg’schnappt, und i steh da wie a Gfrast vorm leeren Glas beim Standl."
Schas
Kunzo · Wien
"Schas ist Blödsinn oder Unsinn, red kein Schas heißt, red keinen Blödsinn. Es klingt ein bisschen wie ein leiser Fluch, ohne dass die Oma schimpft. Beispiel, er hat wieder nur Schas dahergeredet, von wegen Homeoffice. Ihr habt gesagt, Alter, das funktioniert bei uns nicht, basta."
Lercherlschas
Kunzo · Wien
"A Lercherlschas ist eine Kleinigkeit, eine Bagatelle. Wenn einer aus einer Mücke einen Elefanten macht, sagst du, das ist ein Lercherlschas. Beispiel, er hat geschrien, weil das Schnitzel drei Minuten zu spät kam. Ihr habt nur gesagt, oida, das ist ein Lercherlschas. Reg dich nicht auf."

Schleich dich

"Du, der Typ am Stammtisch hat scho wieder angfangen über Politik zu raunzen, und da hat die Wirtin einfach gsogt: Schleich dich, Franz, und nimm dein Seidl mit."

Stiesel

"Da Kellner im Beisl war so a Stiesel, der hat a gschlagene Viertelstund braucht, bis a endlich die Karte bracht hat."
Stier
Kunzo · Wien
"Stier ist der wütende, aggressive, grantige Wiener Ausdruck, wie ein Stier, sagt man, wenn einer komplett ausrastet. Beispiel, der Chef war heute wie ein Stier, weil die Kaffeemaschine kaputt war. Er hat geschrien, das ist eine Katastrophe. Ich habe gesagt, Chef, das ist ein Kaffee, nicht der Dritte Weltkrieg."

Stier

"Heast, der Chef is heut a Stier, nur weil die Kaffeemaschin spinnt. Als wär a Kaffee plötzlich Staatskrise, oida."
Bim
Kunzo · Wien
"Die BIM ist die Straßenbahn, das ultimative Wiener Verkehrsmittel. Sie rattert, sie quietscht, sie ist immer zu spät, aber jeder liebt sie. Beispiel, die BIM war wieder voll, wie eine Sardinenbüchse. Ihr habt zwischen einem Piefke und einem Sandler gesteckt. Das war ein Nahkampf."
Schwoazkappla
Kunzo · Wien
"Der Schwoazkappla ist der Fahrschein-Kontrolleur, erkennt man an der schwarzen Kappe. Man fürchtet ihn, man hasst ihn, aber eigentlich macht er nur seinen Job. Beispiel: Kaum hab ich meinen Fahrschein gesucht, steht so ein Schwoazkappla neben mir. Ich hab einen Herzinfarkt gekriegt, obwohl ich gültig war."
Kiwara
Nik · Österreich
"Der Kiwara ist in Österreich der Polizist in einer abfälligen Äußerung. Ein Satz könnte zum Beispiel sein: Der Kiwara tut eh nichts den ganzen Tag."
Trafik
Kunzo · Wien
"Die Trafik ist der Tabakladen, dort gibt es Zigaretten, Zeitschriften, Lotto und den Klatsch der Nachbarschaft. Die Trafikantin weiß immer alles. Beispiel: In der Trafik hat's geheißen, der Huber ist gestorben. Ja, sagt sie, ich hab's schon gewusst. Die wusste immer alles, drei Tage vorher."
Heisl
Kunzo · Wien
"Heisl ist das Klo. Sehr direkt, sehr wienerisch. Sagt man nicht im Büro oder bei der Oma, aber unter Hawarern schon. Beispiel, ich muss einmal aufs Heisl, sagt er, kommt nach 20 Minuten wieder. Alter, das war ein Abenteuer. Die Klobürste hat gefehlt."
Hawedehre
Kunzo · Wien
"Hawedehre, das ist Altwienerisch für Habe die Ehre, ein Gruß, den eigentlich keiner mehr sagt, außer man will ironisch sein. Oder man heißt Waldemar und ist 85. Beispiel, er kommt rein, hebt den Hut und sagt Hawedehre. Alle schauen wie ein Auto, aber ich find's irgendwie charmant."
Wiener Blut
Kunzo · Wien
"Wiener Blut ist nicht nur ein Walzer von Johann Strauß, sondern eine Lebenseinstellung. Ein bisschen grantig, ein bisschen gemütlich, aber immer mit Schmäh. Beispiel, er sitzt im Caféhaus, trinkt seine Melange, liest die Zeitung und sudert über die Politik. Die Kellnerin sagt, er sei ein echter Wiener. Ja, freilich, Wiener Blut. Das ist ein Geschenk und eine Flucht zugleich."

Wiener Blut

"Er sitzt im Kaffeehaus, liest die Zeitung, sudert über alles, bestellt noch a Melange und sagt dann trocken: Freilich, des is Wiener Blut, i bleib trotzdem gmiadlich."
Zuagroasta
Kunzo · Wien
"Ein Zuagroasta ist ein Zugezogener, jemand, der nicht in Wien geboren ist. Kein Wiener mag Zuagroaste, bis er selbst mal einer war, also halb so wild. Beispiel, er kommt aus Niederösterreich, also streng genommen ein Zuagroasta, aber er redet fast schon wie wir nach 20 Jahren."
Hudln
Kunzo · Wien
"Hudeln heißt, etwas übereilt, schlampig machen. Der echte Wiener sagt, ned hudeln, also lass dir Zeit und schlamp nicht. Beispiel: Er hat seine Präsentation gehudelt. Der Chef hat gesagt, warum ist da ein Rechtschreibfehler? Oida, weil er gehudelt hat, ganz einfach."
Pumperlg'sund
Kunzo · Wien
"Pumperlg’sund ist kerngesund. Das Pumperl ist das Blubbern eines gesunden Babys. Klingt niedlich, wird aber oft ironisch verwendet. Beispiel: Wie geht's? Ach, pumperlg’sund, sagt er, hustet dabei die halbe Wohnung voll. Na dann, pumperlg’sund im Leberkäsland."
Gach
Kunzo · Wien
"Gach heißt schnell oder plötzlich. Geh gach bedeutet geh schnell. Ein praktisches Wort, wenn die Bim kommt oder die Oma die Tür aufmacht. Beispiel. Kannst du gach das Fenster zu machen? Ich frier mir die Eier ab, Oida. Danke. Bist wirklich ein Schatz."
Freilich
Kunzo · Wien
"Freilich heißt natürlich oder selbstverständlich. Ein bisschen altmodisch, aber charmant. Der Wiener sagt freilich, wenn er etwas betonen will. Beispiel? Kannst du mir helfen? Freilich, sagt er, aber erst nach der Jause, also in zwei, drei Stunden. Vielleicht. Freilich eben."
Altes Gfrast
Kunzo · Wien
"Gfrast hat man schon als Kind gesagt. Aber ein altes Gfrast ist ein alter, hinterhältiger Mensch. Gesindel ist die Mehrzahl. Beispiel: Der Nachbar ist so ein altes Gfrast. Er hat die Polizei gerufen, weil mein Hund um 10 Uhr angeblich gebellt hat. Mein Hund schläft um 10. Der Typ ist einfach deppert."

Stimmen des Volkes

Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.

Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme

Einen Moment: bestätige, dass du ein Mensch bist