Stimmen von der Straße
"Leiwand ist großartig, super, fantastisch. Das höchste Lob, das ein Wiener verteilt. Wenn einer leiwand sagt, meint er es ernst. Beispiel: Die Party gestern war so leiwand. Die Musik, die Leute, der Vibe, oida, ich hab mich so wohl gefühlt. Nur der Wirt war ein bisschen grantig. Aber das ist eh leiwand."
Was es bedeutet
Heißt so viel wie richtig gut, super, angenehm oder beeindruckend. Sagt man in Wien, wenn was passt: das Essen, die Party, sogar das Wetter, wenn’s einmal nicht schüttet. Leiwand ist eher gemütlich begeistert als geschniegelt-hip, aber es trifft halt immer. Zur Herkunft kursiert die Story mit Leinwand oder Leinenwand als Qualitätsstoff, ganz fix ist nur: klingt nach Wien und macht Laune.
Verwendungsbeispiele
"Gestern im Flex, Sound war brutal, i steh noch immer unter Strom. Der Hawara neben mir schreit nur: Oida, des war leiwand, gemma nächstes Mal wieder!"
"Das Konzert gestern im Prater war so leiwand, dass wir bis zur letzten Zugabe geblieben und danach durch die ganze Stadt heimgetanzt sind."
"Boah, der Spritzer auf der Donauinsel war heute absurd gut gekühlt, richtig leiwand nach der Hitze."
"Neue Wohnung ist klein, aber die Terrasse ist leiwand. Da kannst im Sommer locker bis Mitternacht draußen hocken."
"Heast, dein neuer Balkon is echt leiwand, da sitz i mich im Sommer fix mit einem Spritzer raus."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
In Wien erzählt man es sich über die Leinwand, den feinen Stoff, der früher für gute Qualität stand. Ganz gesichert ist die Spur nicht, sicher ist nur der Klang nach Donaustadt und gute Laune.
Andere Arten, es zu sagen
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