Was es bedeutet
Ein Grantler ist jemand, der dauernd grantig ist: mies drauf, knurrt rum und findet an allem was zum Meckern. Der Begriff hängt mit dem bayerischen Grant zusammen, also schlechter Laune oder Groll. Oft ist das halb Show, halb Lebenshaltung, am Stammtisch fast schon Folklore. Trotzdem gilt: Nicht jeder Grantler ist harmlos, manche meinen’s ernst.
Verwendungsbeispiele
"Geh, der Grantler am Stammtisch motzt übern Regen, die Preise und die Nachbarn, aber spendiert danach doch a Runde und grinst kurz."
"Im Wirtshaus in Tegernsee sitzt seit dreißig Jahren derselbe Grantler am Eckplatz, motzt übern Wetter, über den Tourismus, über den Wirt, und bestellt jeden Tag die gleiche Halbe."
"Mein Schwiegervater ist Grantler von Beruf, eröffnet das Sonntagsessen mit einer Kritik an der Frankfurter Politik und schließt es mit einer Beschwerde über die Kaffeequalität der Nachbarn."
"Der Hausmeister ist so ein echter Grantler, erst schimpft er über jeden falsch geparkten Roller und fünf Minuten später hält er dir trotzdem die Tür auf."
"Lass den Opa granteln, der ist kein Bösewicht, der ist einfach Grantler mit Leib, Seele und zu wenig Geduld für den Montag."
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Woher es kommt
Grantler baut auf Grant auf, einem bairisch-österreichischen Wort für miese Laune, Groll oder knurrige Verstimmung. Das hängt etymologisch mit mittelhochdeutsch gran zusammen, also Kummer oder Ärger. Ein Grantler ist damit wörtlich keiner, der mal kurz schlecht drauf ist, sondern eher ein Mensch mit eingebautem Meckerbetrieb.
Andere Arten, es zu sagen
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