Was es bedeutet
Heuriger ist der klassische Winzer-Ausschank: Der Bauer schenkt seinen eigenen heurigen, also jungen Wein aus, dazu gibt’s Brettljause, Gurkerl und viel G’schichtln. Du sitzt oft im Hof oder Garten unterm Nuss- oder Kastanienbaum, und irgendwann klingt jede Runde wie ein kleines Konzert bis spät in die Nacht. Kann auch den Wein selbst meinen.
Verwendungsbeispiele
"— Oida, gemma zum Heurigen, i brauch a Viertel und a gscheite Jausn. — Passt, beim Mayer sitzt ma im Garten, ur gemütlich."
"Am Sonntag fahren wir raus zum Heurigen, ein Viertel Weißen, eine ordentliche Brettljause und der Nachmittag ist gerettet."
"Beim Heurigen ums Eck sitzt man unter den Bäumen, bis der Winzer den letzten Krug bringt und die Laternen angehen."
"Nach der Arbeit sind wir noch schnell zum Heurigen grollt, zwei Achterl, a bissl Aufstrich und plötzlich war der Abend schon butterweich."
"Wennst im Sommer beim Heurigen im Hof hockst, der Spritzer kalt ist und irgendwer zum Singen anfangt, weißt eh, jetzt passt die Welt kurz wieder."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Heuriger kommt von heurig, also diesjährig. Zuerst war damit der Wein aus der aktuellen Ernte gemeint. Später wurde in Österreich auch das Lokal so genannt, wo Winzer genau diesen eigenen jungen Wein ausschenken. Besonders rund um Wien und in Niederösterreich hängt das Wort tief in der Alltagskultur.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.