"Slangwort Baba. Anderes Wort für Tschüss. Kleines Beispiel. Baba, bis morgen, wir schreiben noch."
"Baba heißt sowas wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Ich geh so aus einem kleinen Laden raus, wink noch kurz zur Verkäuferin und denk mir nur, ja passt, baba. Kurz, freundlich und fertig."
"Baba. Heißt so viel wie Tschüss oder Auf Wiedersehen. Mein Kollege ruft noch schnell Baba ins Büro, schnappt seine Jacke und ist schon weg."
Baba
Heißt so viel wie Tschüss oder Auf Wiedersehen, meist locker und ein bisserl kindlich, aber Erwachsene in Wien sagen’s auch ohne Scham. Oft kommt gleich ein Bussi hinterher, vor allem am Telefon oder beim schnellen Abtauchen aus dem Kaffeehaus. Klingt weich, freundlich und endgültig genug, dass alle wissen: Gespräch is aus.
Brezn
Die Brezn ist einfach die bayerische Brezel, am besten frisch, warm und so salzig, dass dir beim Abbeißen fast die Augen zwicken. Die gibt’s beim Bäcker, im Wirtshaus oder auf der Wiesn, gern als Butterbrezn oder zum Obazdn. Ausgesprochen wird’s oft wie Bretzn, schön kernig halt. Fehlt die Brezn, fehlt was im Leben.
Depp
Depp ist das Allzweck-Wort, wenn jemand was richtig Blödes anstellt: Trottel, Dummkopf, manchmal sogar liebevoll-genervt unter Freunden. Besonders im Süden und in Österreich fliegt es schnell über die Lippen, verstanden wird’s aber fast überall. Der Charme liegt im kurzen Knall: eine Silbe, und die Ansage sitzt, ohne gleich komplett zu eskalieren.
Fleischpflanzerl
Fleischpflanzerl ist das bayerische Wort für die gebratene Hackfleischscheibe, die anderswo Frikadelle, Bulette oder Fleischklops heißt. Das -erl macht’s gleich a bisserl gemütlicher, auch wenn das Ding fettig aus der Pfanne kommt. Bestellt wird’s beim Wirt gern mit Kartoffelsalat oder in der Semmel, und jeder Zuagroaste muss’s erst mal übersetzen.
Gscheit
Gscheit ist bairisch für gescheit, aber mit mehr Boden unter den Schuhen. Je nach Ton heißt es schlau, ordentlich, vernünftig oder einfach so gemacht, wie man's halt machen soll. Wenn wer sagt Mach's gscheit, meint er selten hohe Denkkunst, sondern eher keine Pfuscherei. Geht auch super als Verstärker, etwa bei a gscheite Portion oder a gscheiter Ratsch.
Noagerl
Der letzte Rest Bier im Glas, der Bodensatz, den echte Bayern nicht mehr trinken. Ein Noagerl stehen lassen gilt als völlig normal, weil sich da unten der Bodensatz und die Hefe sammeln. Wer sein Noagerl austrinkt, outet sich als Sparfuchs oder Tourist. Auf dem Oktoberfest liegt das Noagerl-Level bei circa zwei Fingerbreit.
"Oida, das ist Alter. Aber es ist alles. Freude, Wut, Überraschung, Liebe. Du kannst Oida sagen und jeder Wiener versteht genau, was du meinst. Beispiel. Oida, hast du gehört? Der Thomas hat gekündigt. Oida, echt? Oida, das ist ja Wahnsinn. Oida."
"Oida, Oida. Oida sagt man, wenn man überrascht ist oder genervt ist. Heut hab ich meinen Schlüssel gesucht und der war die ganze Zeit in meiner Jacke und ich bin durch die ganze Wohnung gerannt und hab geschimpft wie ein Depp und dann denk ich mir nur, Oida, das gibt's doch nicht."
Oida
Oida ist das Dialekt-Pendant zu Alter und in Wien das absolute Allzweck-Gewürz. Du kannst damit jemanden anreden, dich aufregen, staunen oder einfach nur mitfühlen, alles hängt an Betonung und Blick. Ein langgezogenes Oiiida heißt meist Unglauben, ein kurzes Oida eher Ärger. In der Runde ersetzt es locker drei Sätze und spart dir Energie. Außerhalb Wiens checken’s auch viele, aber im Bewerbungsgespräch lieber nicht gleich fünfmal raushauen.
"Ein rechter Schmarrn. Schmarrn bedeutet Unsinn. Heute habe ich was probiert und es ist komplett schief gegangen. Und ich habe mir gedacht, das ist ja ein rechter Schmarrn. Warum habe ich das überhaupt gemacht?"
Schmarrn
Schmarrn ist der bayerische Allzweck-Stempel für Blödsinn, Quatsch und windige Ausreden. Du hörst es als Ausruf So a Schmarrn oder in der Kombi Schmarrn redn, wenn jemand wieder große Geschichten auftischt. Klingt derb, ist aber oft eher genervt-ironisch als richtig beleidigend. Passt im Wirtshaus, im Büro und am Spielfeldrand, sobald einer übertreibt. Wenn’s ganz kurz sein soll, reicht ein trockenes Schmarrn, und jeder weiß Bescheid.
Servus
Heißt je nach Situation einfach Hallo oder Tschüss, manchmal beides in einem Atemzug. Sagt man vor allem unter Leuten, die sich halbwegs kennen, eher locker als geschniegelt. Das Wort kommt tatsächlich aus dem Lateinischen, „servus“ im Sinn von „Diener“, also wie „zu Diensten“. Klingt südlich, gemütlich und passt perfekt für Tür auf, Tür zu.
Passt scho
Die universelle bayerische Antwort auf so ziemlich alles. Kann heißen: ist okay, wird schon, mach dir keinen Kopf, oder auch ein leicht resigniertes Na gut. Drei Silben, die ganze Lebensphilosophien ersetzen. Ob das Bier ein bisschen warm ist, der Nachbar wieder den Rasen um sechs Uhr morgens mäht oder die Schwiegermutter zum Essen kommt. Passt scho.
Radler
Halb Bier, halb Zitronenlimo, perfekt für den Biergarten, wenn die Sonne knallt und man trotzdem noch aufs Radl zurück muss. Daher kommt wohl auch der Name, weil die Radfahrer früher nicht komplett die Krone voll haben wollten. In Bayern quasi heilig, und wehe, du mischst das Verhältnis falsch, da gibts gleich eine Gardinenpredigt vom Wirt.