Was es bedeutet
Gscheit ist bairisch für gescheit, aber mit mehr Boden unter den Schuhen. Je nach Ton heißt es schlau, ordentlich, vernünftig oder einfach so gemacht, wie man's halt machen soll. Wenn wer sagt Mach's gscheit, meint er selten hohe Denkkunst, sondern eher keine Pfuscherei. Geht auch super als Verstärker, etwa bei a gscheite Portion oder a gscheiter Ratsch.
Verwendungsbeispiele
"Oida, schraub des Regal ned so hin, mach’s gscheit, sonst kippt’s glei um. I halt, du bohrst, und dann passt’s."
"Mach’s gscheit, hat mei Vater am Telefon vom Garmischer Häusl gesagt, als ich am Sonntagmorgen die Erdäpfel für den Kartoffelsalat des Familienpicknicks im Forst Klausen rüstete, und das bedeutet sauber schälen, gleichmäßig schneiden und nicht alles in einen Topf werfen wie die Nachbarin der unteren Etage."
"Wir haben a gscheite Brotzeit gemacht am Berggipfel der Wendelstein hochfahrt, Brezn vom Bäcker des Dorfplatzes, Obatzda vom Käseladen der Wallnerstraße, zwei Salzgurken vom Wirtshaus der Talstation und ein Krug Helles aus dem mitgebrachten Kühlbeutel mit Eiswürfeln."
"Jetzt hör auf zum Hudeln und mach den Auflauf gscheit, sonst hamma oben Käse und unten a Seenlandschaft."
"Der Sepp hat zwar net viel gredt, aber des Fenster hat er gscheit eingstellt. Zieht nix, klemmt nix, passt einfach."
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Woher es kommt
Gscheit ist die bairische Lautform von gescheit. Das Wort geht historisch auf scheiden zurück, also auf trennen und unterscheiden. Früher steckte darin die Idee, Dinge richtig einzuordnen und zu kapieren. Im Bairischen fällt das unbetonte e am Anfang oft weg, darum wird aus gescheit ganz handlich gscheit.
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