Stimmen von der Straße

Hanna · Bayern
"Ein rechter Schmarrn. Schmarrn bedeutet Unsinn. Heute habe ich was probiert und es ist komplett schief gegangen. Und ich habe mir gedacht, das ist ja ein rechter Schmarrn. Warum habe ich das überhaupt gemacht?"

Was es bedeutet

Schmarrn ist der bayerische Allzweck-Stempel für Blödsinn, Quatsch und windige Ausreden. Du hörst es als Ausruf So a Schmarrn oder in der Kombi Schmarrn redn, wenn jemand wieder große Geschichten auftischt. Klingt derb, ist aber oft eher genervt-ironisch als richtig beleidigend. Passt im Wirtshaus, im Büro und am Spielfeldrand, sobald einer übertreibt. Wenn’s ganz kurz sein soll, reicht ein trockenes Schmarrn, und jeder weiß Bescheid.

Verwendungsbeispiele

"— Du, i investier mei Erspartes in Magic-Bohnen, des macht mi reich. — Red koan Schmarrn, kauf da lieber a Brezn und bleib am Boden."
"Erzähl keinen Schmarrn, das kann doch gar nicht stimmen."
"Was für ein Schmarrn steht denn da schon wieder in der Zeitung."
"So a Schmarrn, der Zug soll pünktlich sein und steht schon wieder seit zwanzig Minuten rum."
"Red net so an Schmarrn, du hast den Ball selber ins Aus ghaut."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Witzig Abwertend

Woher es kommt

Schmarrn kommt aus dem Bairisch-Österreichischen und hängt mit Schmarren zusammen, also mit etwas Zerfetztem oder durcheinander Geratenem. Dasselbe Bild steckt auch im Kaiserschmarrn, der in Stücke gerissen wird. Aus diesem krümeligen Durcheinander wurde dann im übertragenen Sinn Quatsch, Unsinn und blödes Gerede.

Andere Arten, es zu sagen

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