Was es bedeutet
Chabis heißt eigentlich Weißkohl. Im Schweizerdeutschen ist es aber auch herrlich zum Wegwinken von komplettem Unsinn da. Wenn jemand Blödsinn erzählt, eine Ausrede nach fauler Luft riecht oder eine Sache einfach hinten und vorne nicht aufgeht, dann ist das Chabis. Klingt spöttisch, locker und leicht abfedernd.
Verwendungsbeispiele
"Was der Markus da am Stammtisch verzellt hat über seine Börsenerfolge, das isch doch alles Chabis, der hät nöd mal es Aktiendepot."
"Was der Onkel beim Apéro im Berner Restaurant über die Steuern erzählt hat, war reinster Chabis, fünf Behauptungen ohne eine einzige Quelle und ein Gesicht, das jedem Politiker das Wahlplakat neidisch machen würde."
"Hör auf, mir Chabis zu erzählen, das Tram fährt heute nicht, weil wir Sonntag haben und die Linie acht wegen der Baustelle vor dem Hauptbahnhof bis kommenden Mittwoch eingestellt ist, das steht auf der App."
"Jetz verzell doch nöd so en Chabis, du hesch s Ticket selber bucht und nid dä Computer."
"Die ganze Diskussion im Büro isch am Schluss in Chabis usegloffe, vil Lärm und null Plan."
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Woher es kommt
Chabis ist im Schweizerdeutschen zuerst das Wort für Weißkohl. Es hängt mit älteren Formen wie Kabis zusammen und gehört zur gleichen Wortfamilie wie andere süddeutsche Kohlbezeichnungen. Die übertragene Bedeutung von Chabis als Unsinn ist im Schweizer Sprachraum schon lange fest drin und fest im Alltagsgebrauch verankert.
Andere Arten, es zu sagen
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