Stimmen von der Straße
"Gönn dir. Jemanden etwas Positives wünschen, ermutigen. Beispiel, sie hat sich spontan einen freien Tag genommen, ist ins Spa gefahren und ich dachte nur, gönn dir, das hast du dir wirklich verdient."
"Gönn dir. Gönn dir bedeutet, dass man sich etwas erlaubt. Beispiel, ich wollte eigentlich sparen, war dann gestern in der Stadt und habe mir dann kurzfristig gedacht, ach komm, ich gönn mir jetzt mal ein paar neue Klamotten."
"Gönn dir, sagt man, wenn sich jemand richtig etwas verdient hat. Du hast die ganze Woche hart gearbeitet, also sage ich, ey, gönn dir heute Abend einfach etwas Gutes. Man muss sich auch mal selbst etwas zur Belohnung geben."
Was es bedeutet
"Gönn dir" ist der kleine Goldstempel für alles, was man sich ohne schlechtes Gewissen reinzieht oder erlaubt. Kann warm und ehrlich gemeint sein, wenn jemand nach Stress endlich mal gut lebt. Kann aber genauso schön spitz kommen, wenn einer schon wieder maximal auf dicke Hose urlaubspostet. Genau das macht den Spruch so chatfest: passt auf Belohnung, Konsum, Essen, Luxus und leichte Stichelei.
Verwendungsbeispiele
"Du hast die ganze Pizza alleine weggeputzt, während ich duschen war, alter gönn dir, aber beim nächsten Mal bestell ich zwei"
"Du hast die ganze Woche durchgezogen, jetzt das große Eis mit allem drauf, gönn dir."
"Schon wieder ein neues Handy? Na gönn dir, Hauptsache du kannst die Raten noch zahlen."
"Du hast Nachtschicht geballert und dir danach direkt Pommes, Cola und Ruhe gegönnt, ja man, gönn dir."
"Er postet den vierten Aperol vorm Infinity-Pool diese Woche. Na klar, gönn dir, König von Mallorca."
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Woher es kommt
"Gönn dir" baut auf dem Verb "gönnen" auf, das ursprünglich heißt, jemandem etwas ohne Neid zuzugestehen. Als knapper Imperativ hat sich die Wendung ab den 2010ern stark in Jugend- und Internetsprache festgesetzt. Von dort ist sie locker in Alltagsdeutsch gerutscht, mal herzlich gemeint, mal mit schön schiefer Ironie.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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