Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Schas heißt Blödsinn, Schmarrn, unnötiges Gerede, das du dir sparen kannst. Am liebsten als klare Ansage: red kan Schas. Klingt bissl derb, ist aber genau richtig, wenn wer mit Ausreden, Büro-Gelaber oder Fantasie-Storys daherkommt. In Wien ist Schas oft die kürzeste Debatte der Welt.
Verwendungsbeispiele
"Er schwafelt von Work-Life-Balance im Großraumbüro. Wir nur: Heast, red kan Schas, moch dei Gschicht und gemma auf a Seidl."
"Der neue Kollege der Marketing-Abteilung der zweiten Etage des Bürogebäudes am Karlsplatz der Wiener Innenstadt schwafelt seit der dritten Stunde der Morgenrunde am Kaffeevollautomaten der Pausenecke von Work-Life-Balance der modernen Großraumbüro-Kultur, wir Kollegen der Stammrunde des Mittagstischs schauen uns nur kurz an, heast red kan Schas der zweiten Reihe der Glaskabine, moch dei Gschicht der dritten Spalte und gemma auf a Seidl Helles ins Beisl Ubl der Pressgasse des vierten Bezirks zum Mittagsplatzerl."
"Der Chef kommt schon wieder mit irgendeinem Motivationsschas daher. Heast, spar da des und sog lieber, wann ma hamgehen dürfen."
"Du willst ma erzählen, dass die U-Bahn nur wegen dem Wetter z'spät war? Red kan Schas, oida."
"Jetzt hör auf mit dem Versicherungsschas und sag ma einfach, was es kostet."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Schas ist ein altes österreichisches Wort, besonders tief im Wienerischen verankert. Wörtlich meint es umgangssprachlich einen Furz. Von dort ist die Bedeutung zu Blödsinn, leerem Gerede und heißer Luft weitergewandert. Genau deshalb sitzt red kan Schas so schön knapp, grantig und treffsicher.
Andere Arten, es zu sagen
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