Was es bedeutet
Ein Süßholzraspler ist der Typ, der dir so lange schmeichelt, bis du selbst glaubst, du wärst ’ne Mischung aus Einstein und Beyoncé. Hinter den Komplimenten steckt fast immer ein Wunsch: Gefallen, Kohle, Vorteil. Der Ausdruck kommt von Süßholz raspeln, also Süßholz wie Lakritz abreiben, damit’s schön süß wird. Klingt nett, ist aber oft berechnend.
Verwendungsbeispiele
"Ey, dein Vortrag war ja Weltklasse, du bist echt genial. Aha, und was willst du jetzt? Äh, nur nett sein. Klar, Süßholzraspler, du brauchst doch safe wieder irgend ’nen Gefallen."
"Spar dir das Süßholzraspeln, du willst doch nur, dass ich deine Schicht am Samstag übernehme, sag es einfach direkt."
"Der neue Kollege ist ein echter Süßholzraspler, beim Chef Dauerlob, und kaum ist der weg, lästert er über alle."
"Kaum braucht er was vom Vermieter, fährt er wieder die Charme-Soße auf. Richtiger Süßholzraspler, der Mann."
"Hör auf, mich hier zur Königin des Universums hochzuloben. Wenn du was willst, sag's einfach und spiel nicht den Süßholzraspler."
Woher es kommt
Der Ausdruck hängt wirklich an der Redewendung Süßholz raspeln. Gemeint ist schon länger das einschmeichelnde Gerede, bei dem jemand mit extra viel Süße und Lob um sich wirft. Das Bild kommt vom Süßholz, also der Lakritzwurzel, und daraus wurde dann der Süßholzraspler als Person, die sich mit Schmeichelei Vorteile angeln will.
Dieser Ausdruck erscheint auch in